Ein riesiges Feld blühender Lilien hat in der vergangenen Woche etwa 540 Namibier und Touristen zur Farm Sandhof rund 40 km nördlich von Maltahöhe gelockt. Allein bei Kalahari Anib Lodge und Kalahari Farmhouse übernachteten mehr als 40 Gäste, die extra wegen der Lilienblüte unterwegs waren.
Die weiß-rosa Blütenpracht hatte sich bereits vor knapp zwei Wochen angekündigt, als von Farm Sandhof 'Land unter' gemeldet worden war: Die 700 ha große Lehmpfanne auf der Farm war nach guten Niederschlägen in der Gegend voll Wasser gelaufen. Das Phänomen der Massenblüte tritt nur auf, wenn die Pfanne mindestens 30 cm hoch unter Wasser steht.
In den vergangenen fünf Jahren war das viermal der Fall; vor 2005 jedoch hatte es viele blütenlose Jahre gegeben.
Nachdem sich die Pfanne mit Wasser gefüllt hat, dauert es normalerweise acht Tage, bis die Lilien emporschießen und ihre Blüten entfalten. Vier bis fünf Tage später beginnen die Blumen wieder zu welken.Es handelt sich um die Lilie Crinum paludosum, die zur Gattung der Amaryllispflanzen gehört und in mehreren Ländern des südlichen Afrika vorkommt. Das Blüten-Phänomen ist kaum erforscht - ebenso wenig wie der so genannte Elefanten-Käfer (Brachycerus inornatus), der mit den Lilien auftaucht, sich von ihnen ernährt und mit ihnen wieder verschwindet. Das etwa 5 cm große Insekt gehört zur Familie der Rüsselkäfer. |
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Lilie an Lilie, soweit das Auge reicht.
Einer der 'Elefanten-Käfer', die mit den Lilien auftauchen und verschwinden. |
Besucher aus dem Ausland müssen schon sehr viel Glück haben, die Lilienblüte zu erleben. Viele Namibier nahmen das Naturschauspiel zum Anlass für einen Wochenendausflug. Allein 34 Lilien-Fans übernachteten in der
, die 30 km nordöstlich von Mariental liegt und damit 140 km von Maltahöhe entfernt ist - für namibische Verhältnisse ein Katzensprung. 10 weitere Ausflügler nutzten die Gelegenheit, das neu eröffnete
kennen zu lernen, das 30 km von der Kalahari Anib Lodge entfernt im fruchtbaren Auob-Tal liegt, umgeben von Weinreben und hohen Palmen.
aus bot sich ein Abstecher an. Im Gegensatz zum etwa 170 km entfernten Lilienfeld bei Maltahöhe hatte es dort bisher kaum geregnet. Der Kontrast führt anschaulich vor Augen, wieviel einige Regengüsse in der Natur bewirken können.