halten sich mal mehr, mal weniger Tiere auf. Diese Beobachtung aus den vergangenen Jahren wurde von der jüngsten Wildzählung erneut bestätigt, die am letzten Juni-Wochenende stattfand. Die Zahl der Strauße nahm im Vergleich zum Vorjahr stark zu (von 28 auf 96); ebenso die der Steinböckchen (von 25 auf 57). Dafür sanken die Zahlen an Springböcken (von 630 auf 515) und an Oryx-Antilopen (von 111 auf 54). Mit Vermehrung bzw. Todesfällen sind diese Schwankungen natürlich nicht zu erklären. Grund ist vielmehr, dass die Tiere zwischen
und dem angrenzenden Namib Naukluft Park frei hin und herwandern. Dieses Zugverhalten ist Teil einer Überlebensstrategie in ariden Gebieten: Die Tiere ziehen zwischen verschiedenen Weidegebieten hin und her.
Die fünf Kudus, die sich im letzten Jahr im Rivier (Trockenfluss) aufhielten, waren diesmal leider nicht zu sehen. Dafür wurden 25 Löffelhunde gesichtet. Gute Regenfälle im Februar und März haben für außergewöhnlich hohes Gras gesorgt, das die jungen Löffelhunde offenbar gut vor den Blicken ihrer Feinde geschützt hat. Gäste der Namib Desert Lodge haben zudem nur 10 km von der Lodge entfernt, knapp hinter der Grenze des Parks, zwei Giraffen entdeckt. Sie stammen offenbar aus der Gruppe von fünf Tieren, die ein paar Wochen zuvor im Namib Naukluft Park ausgesetzt worden waren. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die beiden Giraffen einmal das Rivier hinab wandern und auch bei der Lodge vorbei ziehen. An der Wasserstelle nahe der Lodge-Terrasse lassen sich oft Springböcke und Oryx-Antilopen beobachten. Die Wasserstelle ist abends beleuchtet.
Der Gondwana Kalahari Park nordöstlich von Mariental ist nach der guten Regenzeit ebenfalls eine Augenweide: Überall steht hohes Gras und grüner Busch. In der Wildzählung anfang Juni wurden hier 124 Oryx-Antilopen gezählt, 125 Kuhantilopen,
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Neu erworbene Streifen-Gnus werden im Gondwana Kalahari Park ausgesetzt. |
16 Kudus, 1.900 Springböcke, 307 Steinböckchen und 68 Strauße. Die Zahl der Streifen-Gnus wurde durch Zukauf von 44 auf 83 erhöht. Besondere Freude machen die Savannen-Zebras, die im Juli 2006 ausgesetzt worden waren: Sie haben sich von 23 auf 40 vermehrt. Außerdem leben im Park 16 Eland-Antilopen.