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Von Gondwana aus zu den Felsgravuren – 08.02.10
Der Spatenstich zur neuen Lodge der Gondwana Collection hat am vergangenen Wochenende stattgefunden. Die Damara Mopane Lodge entsteht etwa 20 km östlich von Khorixas an der C 39 (Teerstraße) und liegt damit in mehrfacher Hinsicht ideal. Sie eignet sich als Stopp auf dem Weg vom Küstenort Swakopmund (320 km) nach Etosha (200 km), als Basis für Ausflüge nach Twyfelfontein (130 km), zum Versteinerten Wald (55 km) und zur 'Vingerklip'-Felssäule (50 km) sowie als Startpunkt für Touren durchs Damaraland und ins Kaokoveld. Von Swakopmund aus kann man auch gut in einem Tag Twyfelfontein und den Versteinerten Wald besichtigen und abends auf der Damara Mopane Lodge übernachten. Wegen seiner etwa 2.000 Felsgravuren, die mehrere Tausend Jahre alt sind, wurde Twyfelfontein im Juni 2007 von der UNESCO zu einer Stätte des Weltkulturerbes erklärt.
Hauptgebäude, Chalets und Grundstücksmauern der Damara Mopane Lodge werden in afrikanischem Lehmbaustil gestaltet; viele Wände sollen mit Motiven der Felsgravuren von Twyfelfontein verziert werden. Mysteriöse, labyrinth-artige Symbole, die sich an der Weltkulturstätte finden, haben die Idee für den Grundriss der Lodgeanlage geliefert: Die 55 Chalets werden untereinander und mit Restaurant und Rezeption durch ein verschlungenes Wegesystem verbunden - in dem Gäste sich allerdings nicht verirren könnnen, sondern rasch den kürzesten Weg zu ihrem Chalet finden.
Jedes Doppelzimmer-Chalet erhält sein eigenes kleines Grundstück mit Veranda, Gemüse- und Kräutergarten und niedriger Gartenmauer. Neben Salat, Tomaten oder Radieschen werden auch Mais und Mahangu gepflanzt - typisch für die kleinen Gehöfte im Norden Namibias. So hat man das Gefühl, in einem afrikanischen Dorf zu übernachten.
Dennoch fehlt es nicht an Komfort: Klimaanlage und Moskitonetz in den Doppelzimmer-Chalets sorgen dafür, dass man sich tagsüber ausruhen und nachts gut schlafen kann. Hauptgebäude und Schwimmbecken werden zwischen mächtigen Mopane-Bäumen errichtet, denen die Lodge einen Teil ihres Namens verdankt. Farbenprächtige Sonnenuntergänge und den herrlichen südlichen Sternenhimmel soll man von einem 300 m entfernten Aussichtspunkt genießen können.
 
Tanzender Kudu: Felsgravur bei Twyfelfontein
Rundweg bei Twyfelfontein. Die Gravuren zählen zum Weltkulturerbe
Ebenso originell und ungewöhnlich wie die Lodgeanlage wird das Abendessen ausfallen: Nach einer warmen Vorspeise können sich Gäste eine leckere und leicht verdauliche Vesper-Platte zusammenstellen. Die vielen frischen Zutaten stammen zum großen Teil aus den Gemüsegärten der Chalets.
Weitere Attraktionen neben den Felsgravuren von Twyfelfontein sind die 'Orgelpfeifen' aus Basalt, der 'Verbrannte Berg' und die vielen versteinerten Baumstämme aus Urzeiten. Auch die 35 m hohe 'Vingerklip'-Felssäule aus verfestigten Sedimenten im Tal des Ugab-Trockenflusses wird von Touristen gerne besucht. Der Westen des Damaralandes ist außerdem Heimat der berühmten Wüsten-Elefanten, die vor allem in den Lebensadern der Trockenflüsse umherziehen und sich vom Laub der Bäume und Büsche ernähren.
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