Home l News 2010 l News 09.03.10
 
Flutwelle rollt den Fischfluss hinab - 09.03.10
Dreieinhalb Tage braucht das Wasser im Fischfluss, um von Mariental zum Gondwana Cañon Park zu fließen. Das haben Wanderer festgestellt, die am Samstag im nördlichen Teil des Parks unterwegs waren und dort Zeuge eines rätselhaften Phänomens wurden: Obwohl weit und breit keine dunkle Regenwolke zu sehen war, schwoll der schwach fließende Fischfluss allmählich zu einem reißenden Strom an. Am Dienstag zuvor waren die Schleusen des Hardap Stausees bei Mariental geöffnet worden. In den dreieinhalb Tagen hat die Flutwelle rund 300 km zurückgelegt.
Flutwellen aus - im wahrsten Sinne des Wortes - heiterem Himmel kommen auch auf natürliche Weise zustande. Während der 'Regenmonate' Oktober bis April (Monate mit erhöhter Regenwahrscheinlichkeit) fällt der Regen oft in örtlich begrenzten Wolkenbrüchen. Bei heftigen Regenfällen im Auffanggebiet eines Trockenflusses (Riviers) können sich Wellen bilden, die noch mehr als hundert Kilometer flussabwärts das trockene Flussbett innerhalb von Minuten in einen brodelnden Strom verwandelt - obwohl dort keine Wolke zu sehen ist. Daher sollte man während der Regenmonate möglichst nicht in der Mitte eines Riviers zelten.
Die mehrtägigen Trekking-Touren im Gondwana Cañon Park führen streckenweise am Ufer des Fischflusses im Canyon entlang - in kaum berührter Landschaft.
 
Flutwelle im Fischfluss Canyon. Dieses Phänomen zu beobachten, ist ein seltenes Erlebnis.
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