Home l News 2009 l News 16.04.09
 
Klein-Etosha am Fischfluss Canyon - 16.04.09
Zebras, Kudus, Kuhantilopen, Gnus, Springböcke, Gemsböcke und Strauße fühlen sich im Gondwana Cañon Park am Fischfluss Canyon sichtlich wohl. Das hat die jährliche Wildzählung im privaten Naturreservat am Oster-Wochenende gezeigt. Nach Auswertung der Zählung und Hochrechnung der Werte kommen Park Manager Rachel und Danie Brand zu folgenden Ergebnissen: Im 126.000 ha großen Gebiet leben fast 5.000 Springböcke, 540 Gemsböcke, 490 Strauße, 700 Kudus und 290 Bergzebras. Zur Gründung des Parks 1997 hatte man die Zahl der Tiere auf 500 Springböcke, 40 Gemsböcke, 30 Strauße, 30 Kudus und 20 Bergzebras geschätzt.
Das Wild wird mit bloßem Auge vom Auto aus gezählt
Gegenüber der Zählung im vergangenen Jahr legten Kudu und Strauß kräftig zu, während die Zahlen für Gemsbock und Bergzebra sanken. Rachel und Danie Brand führten den Rückgang auf die hohen Temperaturen zurück: Bei 30 Grad um 10 Uhr (gegenüber 10 Grad um 10 Uhr im Vorjahr) dürften viele Tiere unter Büschen und Bäumen Schatten gesucht haben. Beim Bergzebra dürfte der Rückgang auch am Zugverhalten liegen: Die Tiere ziehen zwischen felsigem Terrain im westlich angrenzenden staatlichen Ai Ais Richtersveld Park und den Grasebenen des Gondwana Cañon Parks hin und her.
Mehr als 50 Personen nahmen an der Wildzählung teil, darunter auch Naturschutzbeamte. Gezählt wird jedes Jahr auf standardisierten Routen, die durch verschiedene Terrains führen wie offene Flächen, felsiges Gelände, Inselberge oder Riviere. Per Computer werden aus Daten wie Ort und Zahl gesichteter Tiere für jede Wildart eine Gesamtzahl ermittelt. Bei dieser Hochrechnung verwendet man Korrekturfaktoren - für den Flächenanteil jedes Terrains und für die Sichtbarkeit jeder Wildart. Kleinere Tiere sind schlechter zu entdecken als größere, so dass für jede Tierart ein statistisch ermittelter Ausgleichsfaktor nötig ist.
Oryx-Antilopen in der Weite der Landschaft am Canyon
Für Kuhantilope, Steppenzebra und Streifengnu kann das Hochrechnungsverfahren nicht angewendet werden, weil diese Arten erst vor kurzem wieder angesiedelt wurden und sie noch in kleinen Gruppen leben. Wird zufällig keine Gruppe gesichtet, ist der Gesamtwert Null; trifft man eine Gruppe an, fällt der Gesamtwert zu hoch aus. Doch auch diese Arten haben sich gut eingelebt: Park Manager Rachel und Danie Brand haben auf ihren regelmäßigen Patrouillen-Fahrten bei allen Gruppen mehrere Junge gesichtet.
Besucher des Gondwana Cañon Parks können das Wild übrigens an einer Wasserstelle beobachten, die von der Durchgangsstraße aus frei zugänglich ist. Man durchquert den Park auf der Fahrt zum Hauptaussichtspunkt am Fischfluss Canyon.
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