Schüler aus Opuwo erkunden den Fischfluss Canyon - 28.04.10
Dass sich Herero aus dem äußersten Nordwesten Namibias zum Fischfluss Canyon im tiefen Süden des Landes verirren, dürfte noch nicht oft vorgekommen sein - vor allem nicht als Touristen. Die Erklärung: Sikky Mbuale (22 Jahre, Klasse 12) und Tyson Kavita (18 Jahre, Klasse 10) hatten im September 2009 an einem Tourismus-Wettbewerb für Schulen der Kunene-Region teilgenommen, den das Ministerium für Umwelt und Tourismus ausgeschrieben hatte. In ihrer Altersklasse gewannen sie jeweils den ersten Preis - eine viertägige
Canyon Trekking Tour, gestiftet von Gondwana.
Sikky Mbuale und Tyson Kavita am Rande des Fischfluss Canyons
| Weder Sikky noch Tyson waren zuvor in Windhoek gewesen ("Sooo viele Lichter!"); den Fischfluss Canyon kannten sie nur aus ihren Schulbüchern. Beide waren begeistert: "Mitten in der Wildnis warme Duschen - selbst zuhause haben wir nur kaltes Wasser", schwärmte Sikky am Ende der Tour. Und Tyson fügte hinzu: "Auch das Essen abends, unglaublich, genau so fein wie im Restaurant der Lodge bei Windhoek, in der wir übernachtet haben."
Beeindruckt waren Sikky und Tyson auch von den Maultieren: "Viel größer als unsere Esel. Als würden sie ein besonderes Futter bekommen." Die schönsten Camps waren für sie das Horse Shoe Camp am Canyon-Rand (wo sie ihr Zelt allerdings in gehörigem Abstand von der Abbruchkante aufschlugen) und das Cañon Outpost, weil es geschützt liegt und umgeben ist von Quellen und Bäumen. |
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Ein Erlebnis der besonderen Art: Zelten zwischen Steilwand und Fischfluss |

Von ihrer Tour nahmen sie nicht nur Erinnerungen mit: Sie schleppten schwere Steine kilometerweit bis ins nächste Camp, um ihren Schulkameraden in Opuwo Spuren der Verwitterung durch Wasser und Wind zeigen zu können. Tyson möchte Lehrer werden, Sikky Journalist - oder vielleicht auch Tourguide, wie Trekking-Führer Manilow Beukes, der ihn sehr beeindruckt hat.
Mule Trails Namibia bietet seit drei Jahren mehrtägige Wanderungen durch den nördlichen
Fischfluss Canyon an. Gäste übernachten in Camps, in denen für sie gekocht wird. Maultiere tragen das Gepäck.