Sandflöhe und Holzbuden – Die Anfänge von Swakopmund - Namibia Safari und Lodges - Gondwana Collection

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Aktuelle Meldungen

Sandflöhe und Holzbuden – Die Anfänge von Swakopmund

Avatar of inke inke - 05. August 2016 - Entdecken Sie Namibia

Der erste Leuchtturm in Swakopmund um 1900. Er wurde in den darauffolgenden Jahren einmal erhöht und hat seit 1910 seine heutige Gestalt.

Januar 1905. Der Dampfer ‚Professor Woermann‘ liegt vor Swakopmund auf Reede, junge Schutztruppensoldaten auf Durchreise nach Lüderitzbucht lehnen an der Reling und schauen auf den aufstrebenden Hafenort, unter ihnen Albert Plietz: „Der erste Blick aufs Festland war ein sehr trauriger. Das Auge sah weiter nichts als gelben Dünensand. Es waren wohl wenige darunter, die nicht sagten: Jetzt haben wir uns dem Michel verkauft. Es war einfach traurig, wenn man die Kameraden anblickte. Die Sonne brannte wie Feuer. Hoffentlich ist der Süden besser, denn ein jeder freute sich, dass er nicht hier in Swakopmund bleiben brauchte.“ Dabei ist Swakopmund zu diesem Zeitpunkt für die damaligen Verhältnisse in der deutschen Kolonie ein recht ansehnlicher Ort mit gut 40 Häusern.

Swakopmund ist aus der Not entstanden, weil die deutsche Kolonie dringend einen eigenen Hafen brauchte. Die 30 km südlich gelegene Bucht von Walvis Bay gehörte bereits den Engländern, als das Deutsche Reich das damalige Südwestafrika zu seinem Schutzgebiet erklärt. 1892 begann der Reichskommissar der deutschen Kolonie, Curt von François, mit der Suche nach einem günstigen Ort für einen Hafen im zentralen Küstenbereich. 

„Dass der Kapbeamte in Walfischbay alles thun würde, die Truppendurchzüge und Durchführung von Kriegsmaterial zu hindern, war seit seinen Auslassungen im August 1889 zu erwarten. Weniger Interesse hatte er daran, die Durchfuhr von Verpflegungsartikeln für die Truppe, die grösstenteils aus Kapstadt kamen, zu verhindern. Ein Vorteil war es für Walfischbay, dass die Ansiedler ihre Landungsspesen etc. auf englischem Gebiet liessen, dort ihren ersten Aufenthalt nahmen und ihre ersten Bedarfsartikel kauften. Mehr wie früher erschien mit deshalb die baldige Einrichtung einer Landestelle in Swakopmund wichtig.“ 

Das Kriegsschiff ‚Hyäne‘ entdeckte am 4. August 1892 einen Zugang zur Küste, wo später die Mole gebaut werden sollte, und markierte ihn mit zwei Baken. Dieser Tag wird heute als Gründungstag von Swakopmund gefeiert. Für einen Hafen an dieser Stelle sprach außerdem, dass in der nahe gelegenen Swakopmündung Trinkwasser vorhanden war. Nördlich davon ließ von François eine Truppenstation aus Wellblech mit Unterkünften und einen Lagerschuppen errichten. 

Im Januar 1893 trafen das vom Reichskommissar bestellte Brandungsboot und elf Kru-Leute (Besatzungsmitglieder) für den Landungsbetrieb in Swakopmund ein. Im August desselben Jahres warf mit der ‚Marie Woermann‘ der erste Dampfer Anker vor Swakopmund. Er brachte 120 Schutztruppler und 40 Siedler. 

Die Handelsniederlassung Mertens & Sichel aus Walvis Bay richtete 1893 eine Filiale in Swakopmund ein, das im Jahr 1894 19 Einwohner zählte. Wie diese Menschen damals zwischen Wüste und Meer lebten, schilderte der Stationsleiter von Swakopmund, Kurd Schwabe in einem Brief nach Hause, als er Ende 1893 den Posten übernahm. 

„Ich bewohne zwei Stuben (wenn man so sagen kann), eine größere und ein Loch, in dem meine Lagerstatt aufgeschlagen ist. (...) Fenster – nicht vorhanden, dafür pfeift der Wind durch tausend Löcher, und ab und zu beschäftige ich mich damit, unter Beihilfe Schneidewinds die Ritzen mit Werg zu verstopfen.  Der Fußboden, der in Ermangelung von Dielen aus dem feinen Sande der Hochfläche besteht, wimmelt von Millionen von Sandflöhen. Mein Mobiliar machen Kisten und Kasten aus, von denen einzelne als Sitze, andere als Schränke dienen. (...) Kaum 20 Schritt seewärts meines Palastes ist in den sandigen Absturz der Hochfläche eine mit Brettern verschalte Höhle eingebaut, deren Dach über riesigen Walfischrippen, die man überall im Sande herumliegen findet, aus einer Bedeckung von Wellblech, Segeltuchlappen und Dachpappefetzen besteht, über die Sand geschaufelt ist. Hier hausen – nicht etwa einige Schakale -  sondern die Unglaubes, Vater und Sohn, deren Feldschmiede vor der Villa aufgeschlagen ist. Beide sind fleißige und geschickte Leute, die mit Wagenreparaturen und ähnlichem ein schönes Stück Geld verdienen.“ 

Anfang 1895 kam die Damara & Namaqua Handelsgesellschaft hinzu, baute drei Unterkünfte und richtete einen eigenen Handelsbetrieb ein. Kurz darauf wurde der erste Bebauungsplan von Swakopmund entworfen, eine Postagentur eingerichtet und eine regelmäßige Postkarrenverbindung nach Windhoek. Nun begann der Ort zu wachsen, 1897 zählte er 113 registrierte Einwohner. 

1897 wurde mit dem Bau der Schmalspurbahn nach Windhoek begonnen. Mit jedem Kilometer, den die Bahntrassse durch die Namib gen Osten gebaut wurde, verkürzte sich die Strecke, die mit dem Ochsenwagen zurückgelegt werden musste. Am 19. Juni 1902 wurde der Bahnbetrieb zwischen Windhoek und Swakopmund aufgenommen. Er wirkte sich belebend auf die Wirtschaft aus, da das wochenlange Warten auf Transportmöglichkeiten ins Inland nun ein Ende hatte. 

Kurz darauf wurde nach dreieinhalb Jahren Bauzeit die Mole fertiggestellt. Die feierliche Einweihung fand am 12. Februar 1903 statt, die Schlepper konnten direkt im Hafen anlegen. Der damals 11 m hohe Leuchtturm wurde gleichzeitig mit der Mole in Betrieb genommen, sein Blinkfeuer reichte 14 Seemeilen weit über das Meer. Die deutsche Kolonie war stolz auf ihren künstlich angelegten Hafen und die fertiggestellte Bahnverbindung ins Inland. Und die Swakopmunder freuten sich, dass sie im Zuge des Hafenbaus eine Wasserleitung bekommen hatten.

Nach der Jahrhundertwende wurde mit dem Bau von Steingebäuden im Kolonialstil begonnen, nachdem das Swakopmunder Straßenbild zuvor vor allem durch vorgefertigte Holzhäuser geprägt war. 1901 wurde das Bahnhofsgebäude fertiggestellt, das heute zum ‚Hotel and Entertainment Center‘ gehört. Zu den weiteren historischen Gebäuden gehören das Haus der Woermann-Linie, das einen flachen Holzturm mit Plattform erhielt, und das ursprünglich Damarahaus genannte Woermannhaus mit seinem Turm und zwei Giebeln, das 1905 als Hauptgeschäftssitz der ‚Damara und Namaqua Handelsgesellschaft‘ fertiggestellt wurde. 

Elisabeth Brock, die im Dezember 1903 mit ihrem Gatten aus Deutschland in Swakopmund eintraf, schilderte Swakopmund mit anerkennenden Worten: „Am Montag den 28. früh fuhren dann alle Passagiere mit dem großen Leichter an Land. (...) Schon von Bord aus sieht Swakopmund ganz imponierend aus, und bei der Ankunft fand ich es auch sehr nett. Es giebt manche nette Gebäude, besonders Bahnhof, Leuchtturm, Telegraphenamt heben sich sehr hervor, für die Damara-Gesellschaft ist ein schöner großer store in der Art wie die Räume der Linie in Hamburg im Bau (...). Man watet natürlich noch viel im Sand, aber es giebt schon allerhand Cement-Trottoirs und Treppen nach den höher gelegenen Straßen, sogar einige Anlagen und Gärten.“

Da die Mole immer mehr versandete und schon nach zwei Jahren kaum mehr von Schleppern angelaufen werden konnte, wurde 1905 eine neue hölzerne Landungsbrücke in Betrieb genommen. Dass diese den Naturgewalten nur für kurze Zeit standhalten würde, war bald klar. Die Landugsbrücke wurde bis zum Ersten Weltkrieg genutzt. Ab 1912 wurde direkt daneben mit der Errichtung einer Eisenbrücke, der ‚Jetty‘, begonnen, die eigentlich 640 m lang werden sollte. Doch der Erste Weltkrieg setzte den Bauarbeiten bei 262 m ein jähes Ende. Das Deutsche Reich verlor seine Kolonie im südlichen Afrika. Die dann folgende Verwaltung Südafrikas nutzte natürlich den Tiefseehafen Walvis Bay, so dass Swakopmund seine Bedeutung als Hafenstadt verlor und in 120 Jahren zu dem wurde, was es heute ist: Der beliebteste Ferienort Namibias.

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