Landungsbrücke - Restaurant statt Hafenkran - Namibia Safari und Lodges - Gondwana Collection
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Willkommen bei Gondwana Collection

Manche sagen, das dauert ein Leben lang. Wir sagen, zwanzig mal reicht. Denn seit mehr als 20 Jahren bauen wir an den namibischen Plätzen unfassbarer Naturwunder und Kulturgeschichten fantastische Erlebnislodges. Manchmal aus historischen Farmen, immer in der Tradition unseres Landes und mit verwöhnendem Komfort. Mehr als 20 Lodges und ein Hotel sind es bis heute, und trotzdem verstehen wir uns nicht als Hotelkette. Denn jede Unterkunft hat ihren eigenen Charakter. Jede liegt in unmittelbarer Nähe einer spektakulären Sehenswürdigkeit. Jede ist ein Erlebnis für sich, mit Abenteuern zum Greifen nah und Herzklopfen inklusive. Und wenn Sie von Ihren Safaris in die überwältigende Natur und Tierwelt zurückkehren, beginnt umsorgt von namibischer Gastfreundschaft der zweite Teil eines großartigen Tages.

Das ist das Gondwana-Gefühl. Namibia aus ganzem Herzen.

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Aktuelle Meldungen

Landungsbrücke - Restaurant statt Hafenkran

Avatar of inke inke - 06. Januar 2017 - Entdecken Sie Namibia

Die Holzbrücke mit Kränen und Gleisen. Quelle: Nationalarchiv

Baden in der Bucht an der Mole, auf der ‚Jetty‘ stehen und den Sonnenuntergang genießen — das gehört zu einem Urlaub in Swakopmund wie das Salz zur Suppe. Dabei sind diese beiden Attraktionen lediglich ein paar Launen der Geschichte zu verdanken. Denn es gäbe sie wohl nicht, wäre die Bucht von Walvis Bay 30 km weiter südlich Ende des 19. Jahrhunderts nicht bereits britisches Gebiet gewesen und hätte das Deutsche Reich das damalige Südwestafrika nicht zu seinem Schutzgebiet erklärt und alles daran gesetzt, einen eigenen Hafen zu errichten...

Mole und Jetty sind Spuren des ersten und dritten Anlaufes, bei Swakopmund eine Anlegestelle für Schiffe zu errichten — als Alternative zum natürlichen Tiefseehafen Walvis Bay, der als Exklave zum Hoheitsgebiet der englischen Kolonie am Kap gehörte und der hohe Umschlagkosten berechnete und Zölle erhob. Der Grundstein zur Mole wurde am 2. September 1899 gelegt. Im Februar 1903, also nach dreieinhalb Jahren Bauzeit, war der kleine Hafen fertig. Er war gedacht für kleinere Schiffe, die zu den vor der Küste ankernden großen Dampfern hinausfuhren, um Passagiere und Fracht aufzunehmen und an Land zu bringen. Doch schon ein Jahr später war das Molenbecken dermaßen mit angespültem Sand aufgefüllt, dass auch leichte Barkassen nur bei Hochwasser die Molenpier erreichen konnten.

So startete man 1904 mit dem zweiten Versuch: An einer Landspitze südlich der Mole baute man eine 280 m lange Landungsbrücke. Auf der Brückenbahn waren drei Gleise montiert — eines für Kräne und zwei für Güterwaggons. Bereits im April 1905 fertiggestellt, diente sie einige Jahre lang zum Löschen von Barkassen. Allerdings hatte man für den Bau Balken aus offenbar unbehandeltem Kiefernholz verwendet. Irgendwann stellte man fest, dass die Balken vom Holzwurm befallen waren und langsam aber sicher zerfressen wurden.

1912 machte man schließlich Nägel mit Köpfen und begann mit dem Bau einer Landungsbrücke aus Eisen und Beton. Mit 640 m Länge sollte sie weit hinter den Bereich der See reichen, an dem sich schwere Brecher bildeten. Ein 490 m langer und 7,50 m breiter Abschnitt war für die Zufahrt vorgesehen, während die Löschbrücke aus einer 150 m langen und 20 m breiten Plattform bestehen sollte. Die Pfeiler bestanden aus einem Eisenkern, der von einem Betonmantel geschützt wurde, und waren mehr als 2,50 m tief im soliden Granitfels des Küstenbodens versenkt. Hinzu kamen schräg gesetzte Streben, um die Brücke gegen die aus Südwest anrollenden Brecher zu versteifen. Für die oberen Teile der Konstruktion wurde verzinktes Eisen verwendet, um dem aggressiven Gemisch aus Luft und Salzwasser möglichst lange zu trotzen.

Der Bau war aufwändig: Mit Hilfe von Tauchern und schweren Maschinen wurde gebohrt, dann ein Eisenrohr eingesenkt, der Tragpfahl aus Eisen eingeführt und der Hohlraum mit Metallstückchen und Beton aufgefüllt. Nachdem der Beton abgebunden hatte, wurde das Rohr wieder entfernt, um es für den nächsten Pfeiler zu benutzen.

Als man auf einen Abschnitt stieß, in dem über dem Granit eine Schicht Nagelfluh lag (betonartiges Konglomerat aus Steinen, Sand, Ton und Kalk), verzögerten sich die Arbeiten. Bis zum August 1914 waren daher erst 262 m der Brücke fertiggestellt. Der Erste Weltkrieg setzte allen weiteren Arbeiten ein Ende — denn die dann folgende Verwaltung Südafrikas nutzte natürlich der Tiefseehafen Walvis Bay. Immerhin ließ sie im Jahre 1919 ein Holzdeck legen, um die Jetty für Spaziergänger und Angler zugänglich zu machen.

Da die Eisenbrücke nur wenige Meter südlich der alten Holzbrücke errichtet wurde, kam ihr Rumpf damals nicht einmal provisorisch zum eigentlich gedachten Einsatz. Ein einziges Schiff soll sie als Landungsbrücke genutzt haben: 1952, so erzählen sich alte Swakopmunder beinahe mit Tränen der Rührung in den Augen, habe der südafrikanische Zerstörer ‚The Acteon‘ an ihr festgemacht. Der ganze Ort sei auf den Beinen gewesen, habe die Mannschaft jubelnd auf der Jetty begrüßt und zum Dank in die nächste Kneipe eingeladen.

Ansonsten diente sie als Touristenattraktion, Fotomotiv, Ort für Rendezvous, Start- oder Zielpunkt von Schwimmwettbewerben oder auch als Kulisse für ein Restaurant. Ende der 70er war die Jetty vom Zerfall bedroht und wurde provisorisch repariert. Ende der 90er Jahre stand gar ihre weitere Existenz in Frage, nachdem erneut schwere Schäden festgestellt worden waren. Nach einer mehrjährigen Spendenkampagne, die rund 360.000 Namibia Dollar erbrachte, stellte die Stadt schließlich die zusätzlich benötigten 1,6 Mio. Namibia Dollar zur Verfügung, um wenigestens einen Teil der Landungsbrücke dauerhaft zu restaurieren. 2006 wurde dieser sanierte Abschnitt feierlich eröffnet. Für den anderen Teil der Jetty kam die Rettung von privater Hand: Ein Geschäftsmann ließ die Sicherheit der Pfeiler überprüfen, die Plattform reparieren und dort 2010 ein Restaurant eröffnen.

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