Cape Cross: die Verlockung des „weißen Goldes” - Namibia Safari und Lodges - Gondwana Collection

Namibia. Wie oft muss man in diesem einzigartigen Land gewesen sein, um es zu kennen? Wie lange dauert es, eins mit seiner Kultur zu werden, seine Seele zu verstehen, seine Naturwunder zu begreifen?

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Aktuelle Meldungen

Cape Cross: die Verlockung des „weißen Goldes”

Avatar of inke inke - 24. Februar 2017 - Entdecken Sie Namibia

Cape Cross 1920. Guano wird zu Schiffen transportiert, die auf Reede liegen. (Quelle: Kleyenstüber, Namibisches Nationalarchiv)

Mehrere alte Gräber mit verwitterten Kreuzen, zwei Padraõs (portugiesische Steinsäulen) und das Blöken von tausenden von Robben. Ansonsten kennzeichnen Sand, Wind und nächtlicher Nebel die Landspitze, an der Ende des 19. Jahrhunderts geschäftiges Treiben herrschte. In seiner kurzen wirtschaftlichen Blütezeit konnte Cape Cross die erste Meerwasserentsalzungssanlage und die erste Bahnlinie im Land vorweisen. Und den ersten Postraub!

Gut 400 Jahre zuvor ging der portugiesische Seefahrer Diogo Cão am Cape Cross an Land und errichtete ein Padrão. Es war seine zweite Expedition an der westafrikanischen Küste entlang. Vermutlich war Cape Cross - oder Cabo do Padrão, wie er die Landspitze 1486 nannte - der südlichste Punkt der zweiten Reise.

Danach blieb der trostlose Küstenstrich bis weit ins 19. Jahrhundert hinein von Europäern unbehelligt. Im August 1884 landete die Besatzung des deutschen Kanonenbootes Wolf am Cape Cross und errichtete eine große Holztafel, auf der die Besitzergreifung durch das Deutsche Reich erklärt wurde. Das portugiesische Kreuz blieb unbemerkt. Anfang Oktober besuchte der Kreuzer Möwe die Landspitze und Kapitän Hoffmann erwähnte das Kreuz in seinem Schiffsjournal. 1893 brachte der Kommandant von SMS Falke das Padrão nach Berlin. Eine Nachbildung wurde zwei Jahre später aufgestellt.

Im Zuge der Kolonialisierung wurde Cape Cross näher erkundet. Der  Geschäftsführer der Deutschen Kolonialgesellschaft, Ernst Hermann, beobachtete, dass die Robben von Lüderitzbucht nach Norden wanderten. Da Robbenfelle eine potenzielle Einnahmequelle waren, beauftragte er Walter Mathews, einen Briten, der Sache nachzugehen. Das war keine leichte Aufgabe, denn soweit bekannt gab es nördlich der Omaruru-Mündung kein Süßwasser. Mathews zog dennoch weiter und traf bei Cape Cross auf tausende von Robben. Außerdem fand er enorme Guano-Ablagerungen. Guano galt damals als Wunderdünger, wertvoll wie „weißes Gold“. Im kurzlebigen Guano-Rausch Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Felsen der küstennahen Inseln bereits kahlgeschürft worden.

Bei seiner Rückkehr berichtete Mathews von der Robbenkolonie, aber die Guano-Vorkommen erwähnte er gegenüber Hermann mit keinem Wort. Stattdessen wandte er sich an seinen wohlhabenden Onkel, C.J. Elers, in London und schlug ihm vor, Guano und Robben am Cape Cross gemeinsam zu nutzen. Mathews und Elers gründeten die Damaraland Guano Company und beantragten bei der Deutschen Kolonialgesellschaft eine Konzession, die ihnen gestattete, zwischen der Omaruru- und der Ugab-Mündung Guano abzubauen. Da die Kolonialgesellschaft nicht die Mittel hatte, sich um alle potentiellen Unternehmungen zu kümmern, wurde dem Antrag stattgegeben und eine Konzession für die Dauer von zehn Jahren gewährt.

Neffe und Onkel mussten alles, was sie für ihr Vorhaben benötigten, aus Großbritannien heranschaffen. Nicht nur Werkzeug und Geräte, sondern auch Lebensmittel und vor allem eine Kondensationsanlage zur Trinkwassergewinnung. Ankommende Güter wurden von dem auf Reede liegenden Schiff auf kleine Boote verladen und durch die Brandung an Land bugsiert. Ende 1895 hatte das Unternehmen rund 70 Angestellte aus Großbritannien, Deutschland und der Kapkolonie. Aus der Umgebung des Brandbergs hatten sich ebenfalls 30 Arbeiter in Cape Cross eingefunden. 

Bereits in den ersten neun Monaten ihres Bestehens exportierte die Damaraland Guano Company 5700 Tonnen Guano und 2500 Robbenfelle. An die deutsche Kolonialverwaltung führte sie Steuern in Höhe von 134 000 Mark ab. Eine Polizeistation, eine Poststelle und ein Zollamt wurden eingerichtet und von Schutztrupplern bemannt. Die Damaraland Guano Company hatte die Auflage, jährlich 4000 Mark zu ihrem Sold beizutragen und für ihre Verpflegung zu sorgen. Das Unternehmen legte auch den ersten Schienenweg: zum Guano-Transport 21 km durch die Pfanne, und eine zweite Verbindung zur Robbenkolonie. Eine kleine Dampflokomotive namens Prince Edward beförderte Säcke voller Guano zur Sammelstelle und die Arbeiter zu ihren Einsatzplätzen. 

Das Dasein an der trostlosen Küste zwischen Ozean und Wüste war nicht einfach und forderte von den Arbeitern und Schiffsbesatzungen seinen Tribut. Wenn das Wasser knapp wurde, musste Nachschub von der Omaruru-Mündung geholt werden: ein langer, mühseliger Ochsenwagen-Treck durch tiefen Sand. Da es kein frisches Gemüse gab litten viele Männer an Skorbut. So manches Mal gingen die Lebensmittel zur Neige, weil sich ein Schiff verspätete. Dann musste frisches Fleisch aus der Okombahe-Region im Damaraland beschafft werden. Die Schiffe, auf die der Guano verladen wurde, waren von Bakterien verseucht. 1901 wurde Cape Cross unter Quarantäne gestellt, um die Verbreitung von Pocken zu verhindern. 

Im selben Jahr wurde ein Postdienst zwischen Cape Cross und Swakopmund eingerichtet. Einmal wurde der Postbote auf dem Weg von Henties Bay nach Wlotzkasbaken von einem bewaffneten Mann konfrontiert und ließ seinen Postsack fallen, um sich in Sicherheit zu bringen. Der Sack konnte später in der Nähe sichergestellt werden. Ein Verdächtiger wurde festgenommen aber mangels Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Das einträgliche Geschäft am Cape Cross war nur von kurzer Dauer. Bereits 1902 sank die Produktion auf nur noch 500 Tonnen Guano und 1400 Robbenfelle. Alle Guano-Vorkommen in der Umgebung waren abgebaut. Die Robbenkolonie war derart dezimiert, dass es schwierig wurde, weitere Tiere zu schlagen. Zwar war die Konzession für zehn Jahre bewilligt worden, doch bereits nach neun Jahren stellte die Damaraland Guano Company im November 1903 ihre Tätigkeit ein. 

In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde noch mehrfach eine Konzession zum Robbenschlagen erteilt. Das letzte der ursprünglichen Gebäude wurde 2001 abgerissen. An seiner Stelle entstand die Cape Cross Lodge. Jährlich besuchen Tausende das Robbenschutzgebiet am Kreuzkap, aber kaum einer ahnt, dass hier vor langer Zeit einmal Menschen gelebt und gearbeitet haben. Ein kleiner Friedhof ist das letzte Überbleibsel aus jenen Tagen vor mehr als hundert Jahren. Und natürlich erinnern weiterhin die beiden Nachbildungen des Padrão an den kühnen portugiesischen Seefahrer von einst, der mutig ins Ungewisse aufbrach.

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