Twyfelfontein - Quelle des Zweifels - Namibia Safari und Lodges - Gondwana Collection

Namibia. Wie oft muss man in diesem einzigartigen Land gewesen sein, um es zu kennen? Wie lange dauert es, eins mit seiner Kultur zu werden, seine Seele zu verstehen, seine Naturwunder zu begreifen?

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Aktuelle Meldungen

Twyfelfontein - Quelle des Zweifels

Avatar of inke inke - 30. Juni 2017 - Entdecken Sie Namibia

Twyfelfontein - tickling spring under a rock.

Lange bevor die Felskunst von Twyfelfontein im Nordwesten Namibias Tausende Touristen anzog und zum Weltkulturerbe erklärt wurde, hatten Dama das Gebiet sporadisch besucht und ihre Tiere an einer tröpfelnden Quelle getränkt. Ihren Namen 'Twyfelfontein' erhielt die Quelle vom Farmer David Levin, der sich Ende der 40er Jahre auf dem trockenen Land niederließ. 

Als David Levin sich 1946 erstmals über Farmland im Nordwesten Namibias südlich des Aba-Huab-Flusses erkundigte, erklärte ihm ein Beamter des Landvergabe-Rates, dass ein Farmer dort - in der Wüste - nicht überleben könne. Deshalb sei es ihm nicht gestattet, die gewünschte Weidelizenz zu vergeben. David Levin hielt dagegen, dass das Stück Land, auf dem die Quelle liege, zwar klein sei; drumherum liege jedoch die ganze unbewohnte Namibwüste. Er konnte den Beamten nicht überzeugen. Enttäuscht erwirkte er zumindest die Erlaubnis, die Quelle zu besichtigen, um herauszufinden, ob ein Farmbetrieb dort möglich wäre. Das Gebiet zog ihn an wie Licht die Motten. 

Bald darauf machte sich David Levin mit seiner schwangeren Frau Ella, seinen zwei Kindern und seinem Schwiegervater von Nuichas in Südnamibia über Windhoek auf den Weg zur Farm Dobbelsberg nordöstlich von Karibib, dem neuen Zuhause seines Schwiegervaters Dirk de Beer. Die Levins hatten sich der langen Wanderung nach Norden mit ihrem gesamten Hausrat und Tieren angeschlossen, weil sie trotz der Absage des Landvergabe-Rates noch hofften, im Kaokoveld eine neue Heimat zu finden. Die Administration Südwestafrikas hatte bereits 1942 damit begonnen, Weidelizenzen für das Kaokoveld zu verteilen. Damals hatte David Levin nicht die finanziellen Mittel, eine Lizenz zu beantragen. Als er das Geld endlich zusammen hatte, waren nur noch einige Restgebiete übrig, wie das kleine Stück Land mit der Quelle. 

Verwirklichung eines Traums 

Es dauerte zwei Monate, bis David und Dirk von Dobbelsberg abkömmlich waren und die 300 km zur Quelle reisen konnten. Sie untersuchten das Rinnsal genau und hatten das Gefühl, dass es irgendwo von einem Felsen blockiert wurde. Sie zelteten unter Mopanebäumen und lauschten den Geräuschen des Kaokovelds - den Schakalen und bellenden Geckos. Dabei diskutierten sie darüber, wo die Quelle möglichwerweise entspringen könnte und wie man ihren Wasserfluss verbessern könnte. Auf dem Rückweg statteten sie den auf der Strecke liegenden Farmen einen Besuch ab und organisierten Wasserpunkte und Übernachtungsmöglichkeiten für den langen Treck ins Kaokoveld. 

Anfang 1947 brach Familie Levin nach Nordwesten auf. Kurz vor der Ankunft ließ David seine Familie auf der Farm Blaauwpoort zurück, um mit seinem Arbeiter die Quelle auf die Ankunft der Tiere vorzubereiten. Sie gruben unter den Felsen eine Rinne, die zu Lehmsenken führte, aus denen die Tiere trinken konnten. Bald kam die Familie mit ihrem mageren Besitz nach und ließ sich in ihrer neuen Heimat auf ausgetrocknetem Gras, umgeben von mächtigen roten Tafelbergen, nieder. Familie Levin besaß 230 Schafe und Ziegen, sechs Hühner, zwei Pferde, vier Esel, eine Pferde- und eine Eselskarre, ein viereckiges Zelt und etwas Hausrat. 

Ankunft in der rauen Wirklichkeit 

Der Kampf um das Wasser begann. Es bedurfte genauester Planung, damit Menschen und Tiere überleben konnten. Ein Tier durfte nur jeden zweiten Tag trinken, dazwischen graste es. Der Wassergewinnungsprozess übernahm den Alltag. Wenn Nachbarn vorbeikamen, sagte Ella ihnen, dass David bei der Quelle sei. Und jedes Mal, wenn Andries Blaauw von Blaauwpoort der Farm einen seiner häufigen Besuche abstattete, fand er David auf den Knien und nach Wasser grabend an der Quelle. Wenn Andries sich nach Davids Gesundheit erkundigte, bekam er immer die Antwort: Es gehe ihm gut; er zweifele nur daran, dass die Quelle bis zum Beginn der nächsten Regenzeit im Oktober ausreichend Wasser liefere. Andries nannte ihn daraufhin David Twyfelfontein. Das afrikaanse Wort 'twyfel' bedeutet Zweifel, 'fontein' Quelle. Als David den Landvergabe-Rat 1947 endlich davon überzeugen konnte, ihm eine Weidelizenz zu übertragen, nannte er seine Farm Twyfelfontein - Quelle des Zweifels. 

In den ersten Jahren musste das Wasser für den Haushalt von der Quelle und später vom Bohrloch zur Unterkunft getragen werden, bis David schließlich Wasserrohre aus Metall legen konnte. Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte Knappheit an allem; es war schwierig, Ausrüstung nach Twyfelfontein zu schaffen. Hinzu kam, dass die Straße zur nächsten größeren Ortschaft Omaruru mit einem Pferdefuhrwerk nicht zu befahren war. Khorixas entwickelte sich erst später. In diesen schwierigen Zeiten lernte die Familie, wie man Ameisennester aushebt, um daraus Grassamen zu gewinnen. Ella stellte aus tierischem Fett ihre eigene Seife her, backte Brot in einem Tonofen und kochte auf offenem Feuer. Sie litt ständig unter einem schlechten Gesundheitszustand. 

Die Haupteinkommensquelle der Levins war der Verkauf von Karakulfellchen an Farmerkooperativen, die dann bei Auktionen versteigert wurden. Manchmal verkauften sie einige ihrer Ziegen. Tierknochen und Felle wurden oft direkt gegen Mehl, Zucker, Maismehl und Haushaltswaren eingetauscht. Ende 1947 kaufte David einen Lastwagen, 1948 entdeckte er auf der Farm ein Wasservorkommen und war nun endlich in der Lage, seinen Viehbestand etwas zu vergrößern. Das stickig heiße Zelt wurde zunächst durch eine Riedhütte ersetzt und danach von einem Lehmziegelhaus, das nach und nach ausgebaut wurde. 1952 wurde die Farm vermessen, im selben Jahr brachte Ella Zwillinge auf die Welt. 

Schwerer Abschied von der zweifelhaften Quelle 

Ende der 50er Jahre herrschte in Südwestafrika eine große Dürre. Die Levins packten ihre Sachen auf die Eselskarre und zogen mit ihren Tieren von einem Notweidegebiet zum nächsten. Ella verstarb 1962 im Alter von nur 42 Jahren. In den 60er Jahren gab die Odendaal Kommission bekannt, dass sie im Kaokoveld ein Damara Reservat (Homeland) einrichten wolle. Sie forderte David und die anderen Farmer in dem Gebiet auf, ihre Farmen zu verkaufen. Zunächst weigerte er sich. Doch dann gab er dem Gefühl nach, dass das Schicksal vielleicht etwas anderes für ihn vorgesehen hatte. 1965 zog er nach Outjo und später nach Piketberg in Südafrika. Für den Rest seines Lebens sehnte er sich jedoch nach seinem Land, seinen Freunden und seiner Farm südlich des Aba-Huab-Flusses - Twyfelfontein. 

David Levins Name steht auch heute noch in enger Verbindung zu Twyfelfontein - und das nicht nur als Namensgeber des Gebietes, sondern auch als Entdecker der dortigen Felsgravuren und -zeichnungen. Bereits 1950 wurden auf seiner Farm die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen der Felskunst vorgenommen, die 1952 von der Administration Südwestafrikas zum Nationalen Denkmal erklärt wurde. Die Levins zogen niemals wirtschaftlichen Nutzen daraus, waren jedoch immer darauf bedacht, sie zu schützen und Vandalismus durch Besucher vorzubeugen. 

Nach 1964 gehörte das ehemalige Farmgebiet von Twyfelfontein zum Kommunalland der Damara. Da es in dieser Zeit keine festen Strukturen zur Erhaltung der Felskunst gab, wurden viele Gravuren und Zeichnungen beschädigt oder gar entfernt. Erst im Jahr 1986 wurde die Gegend um Twyfelfontein unter Naturschutz gestellt. 

UNESCO erwählt Twyfelfontein 

Seit Juli 2007 gehört die Felskunst bei Twyfelfontein zum Weltkulturerbe. Das Gebiet ist damit die erste Stätte der United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO) in Namibia. Die Begründung der UNESCO-Kommission für die Aufnahme ins Welterbe: Twyfelfontein habe die größte bekannte Konzentration an Felsgravuren und -zeichnungen im Südlichen Afrika. Mehr als 2.000 Abbildungen von Tieren, Menschen und Spuren sowie abstrakte Motive seien bis heute dokumentiert worden. Ihr Alter schätzen Experten auf 2.000 bis 6.000 Jahre. Die Stätte lege Zeugnis ab von den Riten und Gebräuchen der Jäger- und Sammler, die in dem Gebiet gelebt haben. 

Man vermutet, dass San (Buschleute) die ersten Bewohner Twyfelfonteins waren, weshalb man ihnen auch die Schaffung der Felskunst zuschreibt. Dama, die sich später bei Twyfelfontein ansiedelten, nannten das Gebiet /Ui-//aes, was soviel bedeutet wie "Platz zwischen dicht gedrängten Felsen". Der heute übliche Name Twyfelfontein ist erst seit rund 60 Jahren in Gebrauch. 

Der namibische Denkmalrat (National Heritage Council, NHC) ist ab 2004 offiziell für die Verwaltung von Twyfelfontein zuständig und damit für Pflege und Erhaltung der Felskunst verantwortlich. Er hat für Besucher befestigte Wege anlegen lassen, um der Erosion vorzubeugen. Außerdem wurden Plattformen und Gitter errichtet. Ortsansässige Führer erklären Besuchern die Felskunst und achten darauf, dass man die Wege nicht verlässt. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern fließen dem NHC zu; ein Teil davon wird an die 'Uibasen'-Hegegemeinschaft weitergeleitet.

Inke Stoldt

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