Namibias Politik auf den Punkt - August 2017 - Namibia Safari und Lodges - Gondwana Collection

Namibia. Wie oft muss man in diesem einzigartigen Land gewesen sein, um es zu kennen? Wie lange dauert es, eins mit seiner Kultur zu werden, seine Seele zu verstehen, seine Naturwunder zu begreifen?

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Aktuelle Meldungen

Namibias Politik auf den Punkt - August 2017

Avatar of inke inke - 01. September 2017 - Politik

Die für September geplante zweite nationale Landkonferenz ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Dies kündigte Präsident Hage Geingob am 31. August an. Die Konferenz sollte am 18. September beginnen und fünf Tage dauern.

Das Staatsoberhaupt gab als Grund an, dass verschiedene Gruppierungen wie das Forum für Nicht-Regierungsorganisationen NANGOF und einige Kirchen sich diesbezüglich an ihn gewandt hatten. Es sei mehr Zeit für Vorbereitungen und Beratungen im Vorfeld der Landkonferenz notwendig.

„Die Regierung hat Verständnis dafür, wir sollten keine übereilten Beschlüsse zur Landfrage fassen. Ansiedlung und Ansprüche auf Land der Vorfahren sind komplizierte Themen“, sagte Geingob. Das Präsidialamt will nun für die Organisation der Konferenz eine unabhängige, allgemein respektierte und in Verwaltungsfragen erfahrene Person ernennen. Ein neues Datum soll zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt werden. Abgesehen von NANGOF hatten auch zwei Experten für Landfragen, Prof. Wolfgang Werner und Dr. Marius Kandumo, in öffentlichen Briefen aufgefordert, die Landkonferenz zu verschieben.

Landfrage weiterhin Thema 

Das Landreformministerium hat inzwischen sämtliche Dokumente der ersten Landkonferenz von 1991 auf seiner Internetseite hochgeladen. 

Die NUDO-Oppositionspartei hat bereits ihr Positionspapier für die nun verschobene Konferenz veröffentlicht. Darin steht, dass die ehemaligen Kolonialmächte zu einem Fonds beitragen sollen, um die „Schieflage des Grundbesitzes“ zu lösen. Land sollte enteignet und Einheimischen zurückgegeben werden. Eine Untersuchungs- Kommission soll gegründet werden um sich mit „illegal angeeignetem Grundbesitz“ [zur Kolonialzeit] zu befassen.

Pohamba geehrt

Namibias Altpräsident Hifikepunye Pohamba ist seit Monatsbeginn Mitglied des afrikanischen Rates der Weisen. Dieser Rat wurde vor einigen Jahren von der Afrikanischen Union gegründet. Pohamba wird das Südliche Afrika vertreten. Der Rat besteht aus einigen Altpräsidenten verschiedener Afrikastaaten, die oft als Berater und Schlichter dienen. 

Heldengedenken

Namibias Politik der nationalen Versöhnung wird auf die Probe gestellt. Der jährliche Heldengedenktag zu Ehren aller Beteiligten am Freiheitskampf wurde am 26. August begangen. Präsident Hage Geingob teilte in seiner Rede zu diesem Anlass mit, dass die Regierung die geplante Untersuchung einer Zivilgruppe zu den während des Freiheitskampfes verübten Greueltaten an Namibiern im Exil nicht gutheißt. Erica Beukes reagierte am 29. August mit einem offenen Brief auf Präsident Geingobs Äußerungen. Sie ist die Vorsitzende eines Gremiums, das die mutmaßlichen Greueltaten der SWAPO-Partei während des Freiheitskampfes aufarbeiten will, darunter auch was in den unterirdischen Gefängnissen in Lubango in Südangola passierte. In dem in einer hiesigen Tageszeitung abgedruckten Brief hieß es, das UN Komitee gegen Folter habe vor einigen Jahren Namibias Regierung aufgefordert, jegliche Art der Folter auch während des Freiheitskampfes zu untersuchen und zu bestrafen. Auftakt zu den Untersuchungen ist am 1. September.

In seiner Rede zur Heldentagfeier in Oshakati teilte Präsident Geingob auch mit, dass die Regiering ehemalige Soldaten und Polizisten, die bis 1990 auf südafrikanischer Seite kämpften, nicht als Kriegsveteranen anerkenne. 

Weitere Feierlichkeiten 

Am 3. August wurde Namibias Präsident Hage Geingob 76 Jahre alt. Der namibische Kirchenrat hatte an diesem Morgen zu einem kleinen christlichen Seminar eingeladen. Ehrengast war der Präsident, First Lady Monica Geingos war auch anwesend. Das Staatsoberhaupt sowie die Journalisten staunten nicht schlecht, als nach dem ersten Vortrag von draußen plötzlich „Happy Birthday“ zu hören war. Die Tür öffnete sich und die jungen Mitglieder des Chores der katholischen Sankt-Marien-Kathedrale Windhoek intonierten gekonnt weitere Strophen: „How old are you now?“ und „May God bless you now“ (Möge Gott Sie schützen). Das Präsidentenpaar war sichtlich gerührt, als alle Gäste und die Presse mit einstimmten. „Das ist eben Namibia“, fasste einer der Gäste zusammen. Ein großer, viereckiger Geburtstagskuchen wurde schnell herbeigeholt, den der Landesvater dann unter Anleitung seiner Ehefrau zum Vergnügen aller Anwesenden anschnitt. 

Swakopmund

Auch Swakopmund feierte Geburtstag. Am 4. August ist der Küstenort Swakopmund 125 Jahre alt geworden. Die Stadtverwaltung feierte mit den Einwohnern ein schönes buntes Fest, das die kulturelle Vielfalt der verschiedenen Sprachgruppen widerspiegelte. Am 4. August 1892 hatten Matrosen vom deutschen Kanonenboot „SMS Hyäne“ mit zwei Balken die mögliche Landestelle für Schiffe nördlich der Swakopmündung markiert. Am 12. September 1892 folgte dann amtliche Ortsgründung von Hauptmann Curt von Francois.

Am 22. August wäre der im Juni verstorbene Altminister Hermann Andimba Toivo ya Toivo 93 Jahre alt geworden. Die Witwe und die (erwachsenen) Kinder pflanzten an diesem Tag eine Aloe neben seinem Grab auf der Heldengedenkstätte außerhalb von Windhoek. Vicky Ya Toivo kündigte dort an, dass die Hinterbliebenen eine Stiftung gründen wollen, um Ya Toivos Andenken zu ehren. Einzelheiten werden demnächst bekanntgegeben. 

Hererotag 

Der diesjährige Hererotag in Okahandja (25.-27. August) wurde von dissonanten Untertönen begleitet. Ein Gruppe unter Chief Tjinaani Maharero veranlasste die Polizei, die Maharero-Grabstätte in Okahandja abzusperren. Obwohl diese Grabstätte ein nationales Denkmal ist und damit auch der Öffentlichkeit zugänglich, hatte eine Sonderpolizei-Einheit mit kugelsicheren Westen, Schutzhelmen und Schutzschildern Besuchern jeglichen Zugang verweigert, darunter Touristen. Der von der Regierung offiziell anerkannte traditionelle Herero-Stammesführer Reinhold Vekuii Rukoro war erbost, ebenso seine Gefolgschaft. Rukoro will sich in Zukunft per Gerichtsentscheid Zutritt zu der Grabstätte erwirken.

Wohnungsnot dauert an

In Oshakati im zentralen Norden hat die Stadtverwaltung kürzlich 978 Grundstücke erschlossen, die Nachfrage nach modernen Wohnungen ist groß. Obwohl Namibias Regierung in verschiedenen Städten insgesamt ein paar tausend Einfachhäuser bauen ließ, stehen viele noch leer. Unzufriedene Einwohner der informellen Siedlungen in Swakopmund marschierten Anfang August durch die Stadt und gaben bei Stadtverwaltung eine Petition ab. Sie forderten, dass die Einfachhäuser zum Verkauf freigegeben werden. Die Regierung hat die Häuser subventioniert, um sie für Niedrigverdiener erschwinglich zu machen. Die Handelsbanken jedoch müssen alle Anträge für Kredite überprüfen, das zieht sich hin. In Rundu haben diesen Monat etwa einhundert Personen den seit Jahren unbenutzten Golfplatz besetzt. Sie sind unzufrieden mit der Stadtverwaltung, die ihnen Gebiete zuweisen wollte, wo sie ihre Blechhütten errichten können. 

Politische Parteienlandschaft

Der Politiker und ehemalige Vizeminister Ben Ulenga teilte in einem Zeitungsinterview mit, dass er die von ihm 1999 gegründete Partei „Congress of Democrats (CoD)“ verlassen hat. Er sei zu Jahresbeginn wieder in die regierende SWAPO-Partei eingetreten. Die CoD hat seit 2015 keinen Sitz mehr im Parlament und ist in der politischen Versenkung verschwunden. 

In der oppositionellen RDP-Partei grummelt es. Das Präsidium der Partei „Rally for Democracy and Progress (RDP)” einigte sich diesen Monat auf einen Misstrauensantrag gegen Parteipräsident Jeremia Nambinga. Darüber soll im Oktober auf dem RDP-Parteitag abgestimmt werden. Nambinga wird vorgeworfen, die Oppositionspartei nicht dynamisch genug zu führen. Die RDP hatte ihren Gründungspräsidenten Hidipo Hamutenya 2015 in den Ruhestand geschickt. Hamutenya kehrte kurz darauf zur SWAPO zurück. 

Er hatte die regierende Partei 2007 verlassen, um die RDP zu gründen.

Namibias Präsident Geingob ist auch Präsident der regierenden SWAPO-Partei. Ende August fand der Kongress des SWAPO-Jugendflügels statt. In seiner Eröffnungsrede zu Beginn teilte Geingob mit, dass die 40-jährige Paula Kooper den Parlamentssitz von Bernardus Swartbooi einnehmen wird. Swartbooi wurde im Dezember 2016 seines Amts als Vizelandreformminister enthoben. Er war der Landreform gegenüber kritisch. Im Juli verlor Swartbooi auch seinen Parlamentssitz, nachdem er in der Öffentlichkeit kritische Bemerkungen über die SWAPO gemacht hatte. Nach dem ihm entzogenem Mandat trat Swartbooi medienwirksam aus der Partei aus. 

Privatschulen im Visier

Das Bildungsministerium will die staatlichen Zuschüsse für Privatschulen überprüfen und eventuell kürzen. In einem Brief an diejenigen Privatschulen, die Zuschüsse erhalten, forderte das Ministerium diesen Monat Fakten und Zahlen sowie Begründungen, warum Schulen weiterhin die Subventionen brauchen. Diese Angaben müssen bis Ende Oktober eingereicht werden.

Ein Lied soll vereinen

Namibias Informationsministerium hat Anfang August einen Musikwettbewerb ausgerufen. Es soll ein „My Namibia“ Lied komponiert und getextet werden. Es soll keine zweite Nationalhymne werden, sondern ein Lied, das die Einwohner vereint und in das alle – auch bei informellen Anlässen – einstimmen können. Der Nationalstolz soll dadurch gefördert werden. Für das beste Lied ist ein Preisgeld von N$50.000 (etwa 3.200 Euro) ausgeschrieben.

Brigitte Weidlich

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