100 Jahre mit Namibias Diamanten: Anglo American feiert Jubiläum - Namibia Safari und Lodges - Gondwana Collection

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100 Jahre mit Namibias Diamanten: Anglo American feiert Jubiläum

Avatar of inke inke - 25. September 2017 - Wirtschaft

Ernest Oppenheimer (rechts) beim Besuch einer Diamantfabrik in Amsterdam, 3. Dezember 1945. (Nationaal Archief NL, Koos Raucamp)

Einer der größten Weltkonzerne im Bergbausektor, Anglo American, feiert diesen Monat sein hundertstes Bestehen. Da ist es an der Zeit an den Gründer, Sir Ernest Oppenheimer, zu erinnern. Oppenheimer hat Südafrikas Diamanten-Dynastie vor über einem Jahrhundert gegründet und geprägt. Anglo Americans Wohlstand ist untrennbar mit Namibias Diamantensektor und der Anglo-Firmentochter De Beers verbunden.

Ernest Oppenheimer ließ vor genau 100 Jahren, am 25. September 1917, seine neugegründete Firma Anglo American in Südafrikas Firmenregister eintragen. Sein Ziel war, eine große Rolle im Diamantensektor zu spielen. Zum Ende des Ersten Weltkrieges bot sich eine goldene Gelegenheit: Die Diamantschürfgebiete im benachbarten Südwestafrika würden nach dem Sieg über Deutschland unweigerlich neue Besitzer finden müssen. Genau das geschah wie erwartet, als 1919 der Vertrag von Versailles unterzeichnet wurde. Südwestafrika wurde britisches Mandatsgebiet. Die Verwaltung übernahm Südafrika für Großbritannien.

Diamantenfunde 1908

In Deutsch-Südwestafrika wurde 1908 der erste Diamant bei Lüderitzbucht gefunden. Der Finder war Zacharias Lewala, ein Bahnarbeiter. Lewala zeigte den Stein seinem Vorgesetzten, August Stauch. Beide arbeiteten an der Eisenbahnstrecke, die von Keetmanshoop nach Lüderitzbucht gebaut wurde. Lewala fegte den Sand von den Schienen, als er den Diamanten fand.

Nach diesem Fund begann der große Diamantrausch. Die Regierung in Berlin erklärte das Gebiet um Lüderitzbucht herum zum „Sperrgebiet“ und legte strenge Regeln für Schürfquoten und Verkäufe der Diamanten fest. 

Inzwischen beobachtete die mächtige südafrikanische Bergbaufirma De Beers die Diamantenförderung im benachbarten Südwestafrika mit Argwohn. De Beers befürchtete durch die deutschen Diamanten niedrigere Preise auf dem Weltmarkt. Der britische Geschäftsmogul Cecil John Rhodes hatte De Beers 1888 gegründet. Rhodes starb 1902.

Änderungen nach 1918

Bald schon sollte ein neuer Diamantenmagnat (Mogul) die Bühne betreten und diesen Sektor entscheidend beeinflussen und prägen. Ernest Oppenheimer wurde 1880 in Friedberg in Deutschland geboren. Schon mit 17 Jahren wurde er zu seinem Onkel Anton Dinkelsbuhler nach London geschickt, einem Edelsteinhändler, der auch geschäftliche Interessen in Südafrika hatte. 1902 sandte der Onkel seinen Neffen Ernst nach Kimberley, Südafrika als Diamantaufkäufer für die Londoner Firma. Oppenheimer war sehr erfolgreich. Schon 1912, im jungen Alter von 32 Jahren wurde er Bürgermeister von Kimberley, die wichtigste Stadt für Diamanten in dem Land.

Deutschland verlor 1918 den Krieg und auch seine Kolonien. De Beers war an den Diamantschürffeldern bei Lüderitzbucht interessiert, Oppenheimer allerdings auch. Am 25. September 1917, knapp 27 Monate nachdem die deutsche Schutztruppe bei Otavi kapituliert hatte, gründete Oppenheimer Anglo American. Diese Firma wurde unter anderem von der JP Morgan Bank in den USA mitfinanziert. 

Als sich abzeichnete, dass Deutschland den Krieg verlieren würde, fürchteten die im Diamantensektor tätigen deutschen Staatsbürger in Südwestafrika um ihren Wohlstand und ihre Aktien. Sie durften unter der südafrikanischen Verwaltung ab 1915 bedingt weiterhin Diamanten fördern. 

Der deutsche Anwalt Dr. Erich Lübbert war 1909 eingewandert und Experte im Bergrecht. Er hatte eine Kanzlei in Lüderitzbucht eröffnet. Später wurde er Geschäftspartner von August Stauch, der inzwischen eine wichtige Rolle in diesem Sektor spielte. Lübbert war vorausschauend genug zu erkennen, dass die einzige Möglichkeit, nach Kriegsende zu retten, was zu retten war, eine Fusion mit südafrikanischen Diamantfirmen war. 

Eine schwere Entscheidung, schrieb die Autorin Olga Levinson in ihrem Buch „Diamanten im Sand“, aber so konnte eine Enteignung eventuell vermieden werden. 

Mysteriöser Interessent für Schürffelder

Tatsächlich nahmen 1919 südafrikanische Interessenten Kontakt mit Dr. Lübbert auf. Die Verhandlungen fanden im Herbst desselben Jahres in Amsterdam statt und dauerten 14 Tage. Die Südafrikaner Henry Charles Hull und Sir David de Villiers Graaff waren die Unterhändler. Sie hatten vorher ihre Pläne Südafrikas Premierminister Louis Botha kurz vor dessen Tod am 27. August 1919 unterbreitet und seinem Nachfolger Jan Smuts. Beide hatten ihnen grünes Licht gegeben. Kurz davor gab es Gerüchte, dass Hull Kontakte zu einem „mysteriösen Käufer“ in Südafrika hergestellt hatte. 

Das Ergebnis der Verhandlungen in Amsterdam war eine neue Firmengründung: Consolidated Diamond Mines (CDM) of South West Africa. CDM hatte „ein Gründungskapital von 3,75 Millionen britischen Pfund, aufgeteilt in Aktien zu einem Pfund“, schrieb Levinson. Die größten Diamantenfirmen des ehemaligen Deutsch-Südwestafrika waren durch die Unterhändler Lübbert, Stauch und Walter Bredow vertreten. Levinsons Buch zufolge erhielten „Stauch und die anderen Diamantproduzenten Anteile von insgesamt 3,5 Millionen britischen Pfund, die Hälfte der Summe in bar, die andere Hälfte in Aktienscheinen“. 

Erst als diese Verträge am 9. Februar 1920 in Kapstadt unterzeichnet waren, gab Hull endlich den Namen des mysteriösen Käufers preis: Ernest Oppenheimer und sein Konzern Anglo American*. De Beers war wenig erbaut, Oppenheimer war ihnen zuvorgekommen.

CDM übernahm ab 1920 alle Schürf- und Abbaulizenzen der Diamantfelder im ehemaligen Südwestafrika und verkaufte die nächsten siebzig Jahre alle dort geförderten Diamanten auf dem Weltmarkt. Als Namibia 1990 unabhängig wurde, änderte sich das.

De Beers und Diamanten

Ab 1920 begann Ernest Oppenheimer durch Anglo American Aktien von De Beers aufzukaufen. De Beers war in Schwierigkeiten geraten. Ab 1926 war Anglo American der größte Anteilhaber in De Beers und Oppenheimer wurde Mitglied des Aufsichtsrates. 1929 wurde er sogar Vorsitzender. Zwei Jahre später kaufte De Beers die Firma CDM von Anglo American ab. Anglo expandierte im Bergbau, Gold, Kupfer und Kohle kamen hinzu. Oppenheimer konzentrierte sich mit De Beers auf den Diamantensektor und festigte sein Monopol über den Welthandel mit Diamanten. Der Name Oppenheimer und De Beers wurden zum Inbegriff des Diamantensektors. Die Diamanten-Dynastie und Familientradition wurde durch Harry Oppenheimer, dem Sohn von Ernest und Harrys Sohn Nicky Oppenheimer fortgesetzt. 

Nach der Unabhängigkeit 1990

CDM baute sieben Jahrzehnte lang Diamanten in Südwestafrika ab. Nach der Unabhängigkeit machte die neue Regierung ihren Wunsch deutlich, dass eine Profitbeteiligung erforderlich war. Im November 1994 wurde aus CDM Namibia Diamond Corporation (Namdeb). Die neue Firma gehört zu je fünfzig Prozent De Beers und der namibischen Regierung. 2002 wurde die Firma De Beers Marine Namibia (Debmarine) gegründet, um Diamanten vor Namibias Küste zu fördern. 2011 wurde ein neues Abkommen unterzeichnet. Die Firma Namdeb Holdings wurde gegründet, sie gehört zu je 50 Prozent De Beers und Namibias Regierung. Zur Holdingfirma gehören Namdeb und Debmarine. 

Ende der Diamanten-Dynastie

In den neunziger Jahren zeichnete sich das Ende der langen Diamanten-Dynastie ab. 1999 verlegte Anglo American seinen Hauptsitz von Johannesburg nach London. Kurz danach wurde 2001 De Beers von der Johannesburger Börse nach 108 Jahren abgemeldet. Im selben Jahr wurde Anglo American auf der Londoner sowie der Johannesburger Börse notiert. 2011 verkaufte die Familie Oppenheimer ihre gesamten Anteile in De Beers an Anglo American für US$5,1 Milliarden – bezahlt wurde in bar. De Beers kontrolliert inzwischen nur noch 33 Prozent des Diamant-Welthandels. 

In Namibia werden weiterhin Diamanten gefördert. 2016 schloss die namibische Regierung ein neues Abkommen mit De Beers ab, das zehn Jahre lang gültig ist. Jährlich werden nun Diamanten im Wert von US$430 Milliarden von Namdeb und Debmarine durch die landeseigene Namibia Diamond Trading Company (NDTC) verkauft. Fünfzehn Prozent der jährlichen Produktion verkauft Namibias Regierung nun durch ihre eigene neu gegründete Firma Namdia auf dem internationalen Weltmarkt außerhalb des De Beers Verkaufsystems. 

Namdeb und Debmarine fördern jährlich etwa 1,6 Million Karat. Von Januar bis August 2017 wurden insgesamt 863.000 Karat gefördert, (Debmarine 697.000 Karat, Namdeb 166.000 Karat).

Nach vielen Jahrzehnten intensiven Abbaus werden immer weniger Diamanten an Land gefunden. Dieser Umstand könnte bald das Aus für die Halden bei Elisabeth Bay und Daberas bedeuten. „Diese beiden Standorte haben das Ende ihrer Lebensdauer erreicht und darüber hinaus Diamanten gefördert“, teilte Namdeb am 31. August in einer Presserklärung mit. „Namdeb muss verantwortungsvoll die mögliche Schließung dieser beiden Standorte planen“, teilte Namdebs amtierender Geschäftsführer Mark Lubbe mit.

Oranjemund öffnet sich der Welt

Der Wandel der Diamantindustrie wird durch die Öffnung des Ortes Oranjemund in Namibia erkennbar. Der Zugang zu der Diamantenstadt Oranjemund war immer eingeschränkt. Ab dem 14. Oktober 2017 wird die Stadt ihre Tore öffnen und wie jede andere Stadt in Namibia zugänglich sein. Namdeb wird an dem Tag Oranjemund sowie die Liegenschaften und anderen Besitz der Stadtverwaltung übergeben. 

*Artikel in der namibischen Publikation „Journal“ (2013) von Walter Rusch

Brigitte Weidlich

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