Namibias Wirtschaft auf den Punkt - September 2017 - Namibia Safari und Lodges - Gondwana Collection

Namibia. Wie oft muss man in diesem einzigartigen Land gewesen sein, um es zu kennen? Wie lange dauert es, eins mit seiner Kultur zu werden, seine Seele zu verstehen, seine Naturwunder zu begreifen?

Willkommen bei Gondwana Collection

Manche sagen, das dauert ein Leben lang. Wir sagen, zwanzig mal reicht. Denn seit mehr als 20 Jahren bauen wir an den namibischen Plätzen unfassbarer Naturwunder und Kulturgeschichten fantastische Erlebnislodges. Manchmal aus historischen Farmen, immer in der Tradition unseres Landes und mit verwöhnendem Komfort. Mehr als 20 Lodges und ein Hotel sind es bis heute, und trotzdem verstehen wir uns nicht als Hotelkette. Denn jede Unterkunft hat ihren eigenen Charakter. Jede liegt in unmittelbarer Nähe einer spektakulären Sehenswürdigkeit. Jede ist ein Erlebnis für sich, mit Abenteuern zum Greifen nah und Herzklopfen inklusive. Und wenn Sie von Ihren Safaris in die überwältigende Natur und Tierwelt zurückkehren, beginnt umsorgt von namibischer Gastfreundschaft der zweite Teil eines großartigen Tages.

Das ist das Gondwana-Gefühl. Namibia aus ganzem Herzen.

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Aktuelle Meldungen

Namibias Wirtschaft auf den Punkt - September 2017

Avatar of inke inke - 02. Oktober 2017 - Wirtschaft


Den neuesten Statistiken zufolge ist Namibias Wirtschaft im ersten und zweiten Quartal dieses Jahr geschrumpft. Das bedeutet technische Rezession. Die Wirtschaft schrumpfte in beiden Quartalen um je 1,7 Prozent. 


Im neuesten globalen Wettbewerbsbericht rutschte Namibia unter den zehn wettbewerbsfähigsten Afrika-Staaten vom sechsten auf den siebten Platz. „Der Global Competitiveness Index“ wird jährlich vom Weltwirtschaftsforum erstellt. Namibias makro-ökonomischer Rang rutschte von Platz 74 unter 138 Ländern im vorigen Jahr auf Rang 107 der 137 untersuchten Länder für 2017-2018. Namibias globale Wettbewerbsfähigkeit verschlechterte sich von Platz 84 im vorigen Jahr auf Patz 90 im neuen Index. Namibia schnitt mit 3,99 Punkten schlechter ab als 2016 mit 4,02 Punkten. Gute Bewertungen gab es für Namibias Instanzen (Rang 44), Infrastruktur (67), Entwicklung des Finanzmarktes (50) und Arbeitseffizienz (33). 

Namibias Rangordnung für Hochschulbildung fiel mit Platz 111 niedrig aus, ebenso die Gesundheitsversorgung und Grundschulbildung (110), technologisches Bereitschaft (89) und der Entwicklungsstand der Geschäftswelt (87).

Die Inflation blieb im September unverändert bei 5,4 Prozent, teilte die Statistikbehörde mit. Treibstoffpreise stiegen um 30c pro Liter gleichermaßen für Benzin und Diesel. 

Die Regierung hat beschlossen die staatseigene Straßenbaufirma ‚Road Contractor Company‘(RCC) unter Konkursverwaltung zu stellen. Der Minister für Staatsbetriebe, Leon Jooste, kündigte an, dass er zunächst im Parlament einen dementsprechenden Antrag stellen müsse. Die Grundgehälter der 393 RCC-Angestellten werden vorerst weitergezahlt. Seit Gründung der RCC vor 17 Jahren habe der Betrieb nur Verluste eingefahren, sagte Jooste. 

Die italienische Baufirma Salini hat zeitweilig die Arbeiten am Bau des Neckartal-Stausees bei Keetmanshoop eingestellt. Der Stausee soll bis März 2018 fertig sein, die Kosten betragen rund N$3 Millionen (etwa 214 Millionen Euros). Salini zufolge ist die Regierung mit Tranchen von insgesamt N$600 Millionen (42 Millionen Euros) im Zahlungsrückstand. „Kein Geld, keine Arbeit“, teilte Salini mit und schickte die Arbeiter vorerst nach Hause. Landwirtschaftsminister John Mutorwa erklärte der staatlichen Zeitung New Era gegenüber, die Regierung habe zurzeit finanzielle Engpässe. Das Kabinett plane, das staatliche Wasserversorgungsunternehmen NamWater zu beauftragen, einen Kredit von N$600 Millionen aufzunehmen, damit Salini bezahlt werden könne. 

Namibias schwierige Wirtschaftslage spüren auch die Autohändler. Im August wurden 18,7 Prozent weniger Neuwagen verkauft als Im Juli. Trotzdem teilte Finanzminister Calle Schlettwein auf einer Pressekonferenz am 27. September mit, er sei zuversichtlich, dass Namibias Wirtschaft dieses Jahr zwischen 1,8 und 2,3 Prozent wachsen werde. 

Infrastrukturfonds geplant

Minister Schlettwein kündigte für Ende Oktober die Gründung eines Infrastrukturfonds an, der von der staatseigenen namibischen Entwicklungsbank verwaltet werden soll. Der Infrastrukturfonds biete Investitionsmöglichkeiten, sagte Schlettwein. Ihm zufolge müssen Finanzinstitute und Versicherungsfirmen in Namibia bis 31. Januar 2018 den Anteil ihrer in Namibia angelegten Vermögenswerte von 35 auf 40 Prozent erhöhen. Bis Oktober 2018 sollen es 45 Prozent sein. Die Regierung hofft, dadurch mehr Investitionspartner für Projekte über öffentlich-private Partnerschaften zu finden. 

Die namibische Entwicklungsbank kündigte inzwischen an, wieder Kredite an kleinste und mittlere Betriebe zu vergeben. Anleihen können ab N$150.000 beantragt werden. Die Bank hatte die kleinen Unternehmen nicht mehr bedient, seit die staatliche SME-Bank (SME – small and medium enterprise) vor einigen Jahren eröffnet wurde. Die SME-Bank wurde allerdings vor einigen Monaten unter Konkursverwaltung gestellt. 

Und noch eine Ergänzung zum Thema Infrastruktur: Deutschland wird eine Machbarkeitsstudie für eine Entsalzungsanlage in der Erongo-Region durchführen. Der deutsche Botschafter in Namibia, Christian Schlaga, teilte der Presse mit, die Studie solle auch feststellen, wie das Wasser der Entsalzungsanlage in die Landesmitte - auch nach Windhoek - gepumpt werden kann.

Landwirtschaft und Bergbau

Namibia importiert immer weniger Obst und Gemüse aus Südafrika und steigert die eigene Produktion. Auf der jährlichen Veranstaltung für Obst- und Gemüse-Anbau in Okahandja teilte Landwirtschaftsminister John Mutorwa mit, dass inzwischen 44 Prozent des Eigenbedarfs in Namibia angebaut werde. Nur noch 56 Prozent werden importiert. 

Auf der internationalen Pelzmesse in Kopenhagen wurden alle namibischen Swakara-Fellchen verkauft. Die 39.000 Fellchen von namibischen Karakul-Lämmchen wurden für insgesamt N$19,3 Millionen (etwa 1,3 Millionen Euro) verkauft. Die Pelzmesse findet jährlich im April und im September statt. 

Für Namibias Handelsbilanz wurde im zweiten Quartal 2017 ein größeres Defizit von N$6,1 Milliarden (etwa 470 Millionen Euros) verzeichnet. Produkte im Wert von N$13,9 Milliarden (etwa 1 Milliarde Euros) wurden exportiert, rund N$1,7 Milliarden (etwa 130 Millionen Euros) weniger als im ersten Quartal. Importe kamen auf N$20 Milliarden (etwa 135 Millionen Euros), teilte die Statistikbehörde mit. Exporte verringerten sich, da weniger namibische Kupferkothoden in die Schweiz ausgeführt wurden. Auch die Nachfrage nach Diamanten ließ etwas nach, es wurden weniger Diamanten nach Botswana ausgeführt. Ebenso wurde weniger Fisch nach Spanien exportiert.

Die Diamantenfirma Namdeb kündigte an, dass immer weniger Diamanten in Namibia an Land gefördert werden. Abbaugebiete bei Elisabethbucht und Daberas könnten eventuell bald stillgelegt werden (siehe Artikel über Diamanten). 

Das Bergbau- und Energieministerium hat seinen Strategieplan bis 2022 vorgestellt. Unter anderem soll bis dahin der Anteil namibischer Firmen in hier tätigen Bergbaufirmen von fünf auf zwanzig Prozent erhöht werden. Ähnliches gilt für Firmen im Energieversorgungsbereich, der namibische Anteil soll bis 2022 von derzeit 16 auf 20 Prozent steigen. 

Das größte Radioteleskop

Namibia wird sich mit neun anderen Afrika-Staaten an dem weltweit größten Radioteleskop beteiligen, das in Südafrika entsteht. Das ‚Square Kilometre Array‘ (kurz SKA) ist ein in der Entwicklung befindliches Radioteleskop, welches eine Gesamt-Sammelfläche von ungefähr einem Quadratkilometer aufweisen wird. Es wird über einen großen Frequenzbereich operieren. Tausende Teleskop-Schüsseln werden in verschiedenen Ländern errichtet mit etwa einer Million Antennen. In Namibia werden vier kleinere Stationen gebaut. Die Standorte sind Maltahöhe, Karibib, Okahandja und Opuwo. Namibische Wissenschaftler und ihre Studenten werden an den Forschungen beteiligt. 

Der Tourismus brummt 


Dieses Jahr besuchen mehr Touristen Namibia, zur Freude der Touristikunternehmen, darunter auch Gondwana Collection. „Nachdem wir voriges Jahr ein ausgezeichnetes Wachstum hatten, sind wir zuversichtlich, dass 2017 ebenfalls sehr gut wird“, teilte Manni Goldbeck, Marketing-Chef bei Gondwana mit. Das Unternehmen wird seine neue Lodge am Sambesi-Fluss am 1. November eröffnen. Im Süden hat Gondwana mit dem Bau einer neuen Lodge in der Nähe der eigenen Namib Desert Lodge begonnen.

Gondwana feierte im September einen weiteren Meilenstein – das zehnjährige Bestehen der Gondwana-Karte. Die Gondwana-Karte ermöglicht den Kartenbesitzern günstigere Übernachtungen auf den Firmen-eigenen Lodges. Inzwischen gibt es 65.000 registrierte Gondwana-Kartenbesitzer, davon 40.000 allein in Namibia. Bald bietet Gondwana ein Online-Buchungssystem an, auch für Kartenbesitzer. 

Weitere Investitionen

Die Firma Walvis Bay Salt Refinery hat N$30 Millionen (etwa N$2,3 Millionen Euros) in neun Kipplaster investiert, die je 34 Tonnen Fracht laden können. Die neu angeschafften Kipplaster verringern die Frachtfahrten um 1.000 Fahrten im Monat von den 6.000 Hektar großen Salzfeldern bis zum Hafen. Das bedeutet einen niedrigeren Lärmpegel und weniger Lastwagenverkehr entlang der Lagune. Die Firma produziert etwa 950.000 Tonnen Salz pro Jahr. 

In Lüderitzbucht hat die Firma Marco Fishing mit ihrem Partnerschaftsunternehmen Mekarilakha Fishing einen neuen Fischkutter in Auftrag gegeben, der im November geliefert werden soll. Außerdem wird für N$10 Millionen (etwa 770.000 Euros) die Halle der Fischfabrik um 1.000 Quadratmeter vergrößert. In der Felsenstadt ist das recht schwierig, da mussten erst mal die Pressluftbohrer ran und Tonnen von Steingeröll mussten abtransportiert werden. 

Andere Entwicklungen

Jetzt ist es offiziell: Das Parlament hat endgültig das Gesetz zur Abschaffung der Winterzeit verabschiedet, ab jetzt gilt das ganze Jahr die Sommerzeit. 

Die Swakopmunder Stadtverwaltung überlegt ein Verbot für Plastiktüten in Geschäften. Das Verbot soll ab Dezember gelten. Dann sollen nur noch Plastiktüten aus Recycling-Material erlaubt sein. 

Brigitte Weidlich

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