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Petition gegen illegales Fischen schlägt hohe Wellen

Avatar of inke inke - 16. Januar 2017 - Umwelt, Gondwana Collection

Fischerei-Schutzzonen in den Flussgebieten von Sambesi und Chobe, in denen jedes Jahr zwischen 1. Dezember und 28. Februar das Fischen untersagt ist.

Illegales Fischen in den Flüssen im Nordosten Namibias gefährdet die Artenvielfalt, die Existenz der dort lebenden Bevölkerung und touristische Aktivitäten. Das ist der Tenor eines Videos, das im Rahmen einer Aufklärungskampagne am Freitag morgen (13.1.) veröffentlicht wurde. Gondwana Collection Namibia unterstützt diese Initiative. 

In dem Video wird dazu aufgerufen, das Süßwasserfischen zu kontrollieren und die bestehende Gesetzgebung umzusetzen. Dafür bitten Naturschützer, Angel-Verbände und besorgte Gruppen um öffentliche Unterstützung. Das Video ist ein Erfolg. Es wurde in 36 Stunden 28.000 Mal angeklickt, die damit verbundene Petition wurde in diesem Zeitraum von 800 Personen unterzeichnet.

„Die Situation mit dem Fischen weitet sich zur Krise aus. Die Kommerzialisierung schafft massive Probleme. Fisch wird in großem Ausmaß exportiert, dadurch erhöht sich der Druck auf die Ressourcen stetig“, sagt Denis Tweddle von der Namibia Nature Foundation.

Mark Paxton von POWAG Conservation geht davon aus, dass die derzeitige Ausbeutung der Fischbestände in Kürze dazu führen wird, dass sie sich nicht mehr erholen. „Dies hätte Auswirkungen auf die Vogelwelt, die einen integralen Bestandteil des Flusssystems bildet. Es wird sich radikal verändern und letztlich dazu führen, dass der Fluss stirbt.“ Damit würde den am Fluss lebenden Gemeinden nicht nur ihre Existenzgrundlage entzogen. Ihr kulturelles Erbe, das eng mit dem intakten Flusssystem verbunden ist, wäre bedroht.

Das Fischereiministerium hat unterdessen erste Maßnahmen ergriffen. In der „Government Gazette” vom 15. Dezember 2016 verbietet es die Ausstellung von Fischereigenehmigungen mit Treibnetzen in namibischen Binnengewässern (Nr. 296). Das Fischen in den Sambesi-/Chobe-Flussgebieten ist vom 1. Dezember bis 28. Februar eines jeden Jahres verboten (Nr. 297), damit sich die Fischbestände erholen können. Ferner wurde der Kasaya-Kanal im Impalila Hegegebiet zur Fischerei-Schutzzone erklärt (Nr. 298).

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