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Nostalgische Erinnerungen an die Canyon Lodge

Avatar of inke inke - 20. Juli 2017 - Gondwana Collection, Tourismus

Roland Vincent mit der damaligen Managerin der Canyon Lodge, Justine Nuxas (rechts), vor dem ehemaligen Farmhaus, welches nun renoviert als Empfang, Souvenirladen, Küche und Esszimmer dient.

„Das ist schöner geworden, als ich es mir vorgestellt habe. Die ersten Bungalows sind genau an der Stelle gebaut worden, an der ich sie auf den Boden aufgezeichnet hatte. Das Schwimmbad sollte dort sein, wo heute der Braaiplatz (Grillplatz) ist. Aber die jetzige Stelle für den Pool ist viel schöner.“ Roland Vincent besucht Anfang 2017 die Canyon Lodge und ist begeistert. Er hatte dieses idyllische Fleckchen Erde vor 23 Jahren vom Flugzeug aus entdeckt und Manni Goldbeck sehr bestimmt mitgeteilt, dass dort der richtige Platz sei, eine Lodge in der Nähe des zweitgrößten Canyons der Welt zu bauen.

Dummerweise befand sich die Stelle, die Vincent als geeignet empfand, nicht auf der Farm Augurabis, die Goldbeck und sein damaliger Partner touristisch erschließen wollten, sondern sie lag auf der Nachbarfarm Karios. Und eigentlich wollten die beiden gar keine Lodge bauen, sondern nur einen Campingplatz.

Die Gruppe hatte sich auf Augurabis getroffen, die mit ihren grünen Büschen und Bäumen, hohen Felsen am Rande eines Riviers (Trockenfluss) und einem alten Farmhaus ideal für einen Campingplatz erschien. Wasser war reichlich vorhanden, die Stelle geschützt und recht einfach zu erreichen; aber, wie Roland betonte, etwas weit von der Hauptstraße entfernt, nur mit geländegängigen Fahrzeugen zu erreichen. „Wir hatten die Farm Augurabis erworben, wir hatten kein Geld für eine Lodge und auch keins, um die Nachbarfarm zu erstehen“, sagte Goldbeck.

Roland Vincent blieb hartnäckig und empfahl, wenn irgend möglich eine Lodge zu bauen und zwar genau an der Stelle, die er ausgesucht hatte. Noch ein oder zwei Mal war er in der Gegend, als die Canyon Lodge noch nicht fertiggestellt war, danach nie wieder bis zum 31. Januar 2017. Stattdessen hatte er selbst einige Lodges im zentralen und nördlichen Namibia entworfen und gebaut. Umso überraschter war er 23 Jahre später, als er das fertige und sehr erfolgreiche Produkt zum ersten Mal sah. Manni Goldbeck und seine Partner hatten alle Register gezogen, die erste Lodge der Gondwana Collection 1996 eröffnet und seither stetig aufgewertet.

Roland Vincent ist heute Tierfilmer, lebt in Mauritius und erinnert sich gern an die Zeit in Namibia zurück, obwohl er hier schwere Rückschläge einstecken musste. „Ich habe mit dem Bau von Grasdach-Lodges begonnen, habe damit ein Einkommen für die Menschen im Nordosten des Landes geschaffen, wo das meiste Gras geerntet wird. Dadurch wurden weniger Brände gelegt und eine natürliche erneuerbare Ressource nachhaltig genutzt“, sagte Vincent, als er zwischen den Bungalows der Canyon Lodge tief unten im Süden Namibias steht.

Er ist nicht nur von der einmaligen Stelle zwischen den Granitkuppen fasziniert, an der sich heute die Canyon Lodge in die Felsen schmiegt. Ihn interessiert auch das Gestein am Rande des Fischflusses und der Riviere (Trockenflüsse) in der Gegend des Gondwana Canyon Parks, da dort unzählige Felsgravuren zu finden sind. Was diese bedeuten, wer sie angefertigt hat und warum, ist bisher ein Rätsel. Und neben seiner Liebe zur Canyon Lodge sind sie ein Grund für Roland Vincent wiederzukommen und herauszufinden, wie und mit welchem Werkzeug diese Menschen die Muster in den harten Fels gehauen haben. 

Auf ein Wiedersehen!

Dirk Heinrich

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