Anti-Wilderer-Station Skorpionhügel eingeweiht - Neuigkeiten - Gondwana Collection

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Anti-Wilderer-Station Skorpionhügel eingeweiht

Avatar of inke inke - 16. November 2017 - Umwelt

Ein Blick aus der Vogelperspektive auf die Skorpion-Hügel-Anti-Wilderer-Station im Etosha Nationalpark. Mehrere Stationen dieser Art sollen entstehen, um schneller Wilderer aufzuspüren und auf deren Präsenz reagieren zu können.

Tagelang durchsteifen die Patrouillen zu Fuß den trockenen Busch im Etosha-Nationalpark. Tagsüber steigen die Temperaturen in den Sommermonaten über 30 Grad Celsius. Die Männer und Frauen des Ministeriums für Umwelt und Tourismus, der namibischen Polizei und der Armee suchen nach Wilderern, die es vor allem auf die wertvollen und vom Aussterben bedrohten Nashörner im weltberühmten Park abgesehen haben. Seit Anfang November dieses Jahres (2017) haben die Mitglieder der Patrouillen mitten im Busch eine Stelle, wo sie sich für wenige Tage ausruhen, duschen und ihre Vorräte erneuern können. Zuvor mussten sie in eines der über hundert Kilometer entfernten Rastlager gebracht werden. 

Anita Kiki Gbeho, die Vertreterin des Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) in Namibia, betonte während der offiziellen Eröffnung der Station am 4. November dieses Jahres, dass es weltweit die erste globale private Partnerschaft zwischen dem japanischen Unternehmen Yahoo und der UNDP sei. Dritter Partner in der öffentlich privaten Partnerschaft ist das namibische Umweltministerium. Laut dem japanischen Botschafter in Namibia, Hideyuki Sakamoto, habe Yahoo 600.000 Namibia Dollar beigetragen, UNDP durch das PASS-Projekt (Protected Areas System Strengthening) insgesamt N$ 500.000 und die Firma Cowboys, die die von ihr vorgefertigte Station binnen sechs Tagen auf dem Skorpionhügel errichtete, N$ 100.000. Eine Infrastruktur, bestehend aus einem wildsicheren Zaun, Turm mit Wassertank und einer überdachten Zementfläche, alles im Wert von etwa N$ 300.000 war vorhanden. Ein zweiter Wasserturm wurde errichtet, sodass von nun an jederzeit 10.000 Liter Trinkwasser zur Verfügung stehen. 

„Ich stimme mit jenen überein die sagen, dass Etosha zauberhaft ist. Von Sonnenaufgang bis weit nach Sonnenuntergang sind die Flächen und Wasserstellen Orte der Wunder, der Dramen und der Biodiversität. Aus diesem Grunde müssen wir diesen Park erhalten und die Wilderei verhindern“, sagte der Minister für Umwelt und Tourismus, Pohamba Shifeta. Die aus umgebauten Containern bestehende Station bietet zehn Personen eine Schlafstelle, hat einen zwölf Meter hohen Aussichtsturm und einfaches kleines Betriebszentrum. Von hier aus können Einsätze koordiniert und die Gegend in Sichtweite der Nordgrenze beobachtet werden. Weitere Stationen dieser Art sollen entstehen.

Dirk Heinrich

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