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Die Liebe feiern – nach Owambo-Art

Avatar of inke inke - 11. Oktober 2018 - Kultur

Das Brautpaar Rosalia und Nande Bamm. (Foto: Sparkle Studio)

„Iyaloo, Iyaloo!“ Mit dem Dankesruf beendet die Stammesälteste die Flut an Gebeten und Segnungen, mit der sie das vor ihr sitzende Hochzeitspaar überschüttet hat. Es ist der letzte Tag der einwöchigen Hochzeitsfeier – der Tag, an dem das frisch vermählte Paar das Familiengehöft des Bräutigams betritt. Zum Zeichen, dass eine Hochzeit im Gange ist, weht auf einem Marula-Baum eine weiße Fahne in der sanften Brise. 

Der traditionelle Teil der ausgedehnten Feier endet mit der Beschenkung. Zu den Geschenken gehören die Rinder im Gehege nebenan. Sie sind dem Kochtopf entronnen und verfolgen das Geschehen gleichmütig, 38 Grad Hitze scheint sie nicht zu stören. Als die Gäste durch den Eingang im Palisadenzaun aus Mopane-Ästen das Gehöft betreten, färbt die untergehende Sonne bereits den Himmel über den Makalani-Palmen. Im Hof unter den Bäumen stehen elegant gedeckte Tische mit weißen Tischtüchern, das Festmahl wird warmgehalten und der DJ hat begonnen, sein beschwingtes Hochzeitsrepertoire zu spielen.  

Der sekundenschnelle nahtlose Übergang vom Althergebrachten ins 21. Jahrhundert stellt für die Gäste kein Problem dar. Für mich, die ich zum ersten Mal eine Owambo-Hochzeit erlebe, ist die geglückte Verquickung von uralten Bräuchen, Märchentrauung in der Kirche und Feierlichkeiten im zeitgenössischen Stil eine Überraschung. Trotzdem macht alles irgendwie Sinn.

Wenn Sie mehr über eine traditionelle Owambo-Hochzeit erfahren wollen, lesen sie den Beitrag von Ron Swilling auf Namibia Focus

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