Mit dem Fahrrad durch die Wüste - Gondwanas Kaas en Wyn-Team - Neuigkeiten - Gondwana Collection

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Mit dem Fahrrad durch die Wüste - Gondwanas Kaas en Wyn-Team

Avatar of inke inke - 18. Oktober 2018 - Sport

Spaß am Radsport haben Quintin Hartung (vorn) und Felix Marungu bei ihrer Trainingseinheit. Ihre Trainingsstrecke ist Teil der ersten Etappe des Desert Dash 2019.

Nela Shikemeni

Kennen Sie das einzigartige Vier-Mann-Team der Gondwana Collection, das sich auf den Nedbank Desert Dash vorbereitet? Das Kaas en Wyn-Team (Käse und Wein). Wir möchten es vorstellen und gleichzeitig herausfinden, warum die vier Männer die Strapazen dieses anstrengenden Radrennens auf sich nehmen...

Wer sind sie?

Quintin Hartung ist Gondwanas Umweltbeauftragter. Beim Radfahren hört er gerne Podcasts. Als wir ihn nach einer peinlichen Trainingssituation fragen, erinnert er sich sehr lebhaft an einen mühelos radelnden, älteren Herrn mit Bierbauch, der ihm dabei behilflich war, einen Berg zu bezwingen. Da meldet sich dann glatt sein innerer Schweinehund mit der Frage: „Warum tust du dir das an?“ Quintin gehört zu denen, die es kaum erwarten können, nach dem Desert Dash Kaas, Wyn und ein kühles Bier zu genießen. Schon hier zeigt sich: Dieses Team wird vermutlich nicht als Sieger aus dem Rennen hervorgehen. Es wird einfach nur Spaß haben und die sportliche Herausforderung genießen. 

Felix Marungu, Wachmann und Hauswart in einer Person, hört lieber „Stronger to be stronger“ und mag das Radfahren, weil es gut für seine Gesundheit ist, ein großartiges Transportmittel und weil der Sport ihm die Möglichkeit bietet, neue Leute kennenzulernen. Als peinlich empfindet er gelegentliche Stürze im Training oder auf dem Weg zur Arbeit. Er ist davon überzeugt, dass sein Team beim Desert Dash eine ordentliche Leistung zeigen wird.  

In der Zwischenzeit genießt Gondwanas Geschäftsführer Gys Joubert den Hit von One Direction ‚Everybody wants to steal my girl‘ und freut sich auf das Bier am Ende seiner Radrennen. Mit Unbehagen denkt er an den Tag zurück, an dem er sein Fahrrad wegwerfen wollte, weil ein Berg sich so lang hinzog, dass er seinem Empfinden nach geradewegs in den Himmel führte. Er hofft, dass sein Team gelegentlich auf ihn wartet! 

Riaan Compaan, der Manager der Damara Mopane Lodge, macht ds Team komplett. Bei seinen Trainingseinheiten schätzt er die Geräusche der Natur und hat sich vorgenommen, niemals aufzugeben, auch wenn es noch so anstrengend ist. Er möchte damit seinen Kindern ein Vorbild sein und ihnen zeigen, dass mit viel Einsatz alles möglich ist. Mit Schrecken denkt er daran zurück, dass sich seine Beine einmal 200 Meter vor der Ziellinie so schmerzhaft verkrampften, dass er über die Ziellinie humpeln musste. Manchmal fragt er sich heute noch, ob der Fahrradkauf wirklich eine gute Idee war. Ebenso wie Gys hofft er, dass sein Team ihm nicht wegfährt. 

Die Auswahl des A-Teams: 

Die Initiative geht auf Quintin zurück, der gern als Teil eines Gondwana Collection Teams am diesjährigen Nedbank Desert Dash teilnehmen wollte. Weitere Teammitglieder wurden schnell gefunden. Für den verbleibenden Platz schlug eine Kollegin Felix vor, der jeden Tag von Katutura aus zur Arbeit radelt und deshalb schon etwas Übung hat. 

Gondwanas Kaas en Wyn-Team beim Training für den Desert Dash 2019.

Radsporterfahrung:

Dieses Team hat auf dem Drahtesel schon einiges erlebt, die Rennerfahrung hält sich jedoch in überschaubaren Grenzen. Quintin hat das Gefühl, mehr gegen sich selbst als gegen die Uhr anzufahren, und Felix‘ Aufmerksamkeit ist bei seinen Trainingseinheiten auf dem Weg zur Arbeit vor allem auf die anderen Verkehrsteilnehmer gerichtet. Das Radfahren in einem Wettbewerb bietet viele einzigartige Erlebnisse und ungewöhnliche Begebenheiten. Zum Beispiel Quintins Kaffeefahrt zur Heja Game Lodge, die sich östlich von Windhoek befindet. Unter dem vielen Mitfahrern suchte er sich als „direkten Gegner“ einen älteren Herrn aus, mit dem er zumindest mithalten wollte. Aber zu seiner Überraschung half ihm dieser Mann, ein oder zwei Berge zu erobern. Was Gys betrifft, stirbt die Hoffnung zuletzt. Bei einem Rennen betete er nur 50 Kilometer vor dem Ziel, nicht tot zusammenzubrechen, während er später nur noch hoffte zu sterben... Riaan freut sich darauf, in naher Zukunft ähnliche Geschichten erzählen zu können. 

Quintin radelt seit 2013, Felix seit 2012, als er sein erstes Fahrrad kaufte. Gys hat 2015 mit dem Radfahren begonnen und Riaan nur sechs Monate vor seinem ersten Desert Dash 2013. Sowohl Quintin als auch Gys betrieben den Sport zunächst nur zur Entspannung und zum Ausgleich. Felix nutzte das Fahrrad zunächst nur als Transportmittel, und Riaan wurde von seinen Freunden dazu eingeladen, mit ihnen einen Desert Dash zu bestreiten. 

Wie sich das Kaas en Wyn-Team auf den Desert Dash vorbereitet:

Quintin und Felix dient unter anderem die erste Etappe des Desert Dashs zur Vorbereitung, beginnend an der Straßensperre am Stadtrand von Windhoek. Quintin suchte einen angemessenen, nicht allzu schweren Einstieg ins Training und wollte vor allem erstmal den Teamgeist genießen. Felix fügte hinzu, dass er es zwar gewohnt sei, auf Asphaltstraßen zu radeln; Schotterpisten seien für ihn eine andere, aber großartige Erfahrung, da man lernen müsse, mit den verschiedenen Gängen und dem veränderten Fahrverhalten umzugehen. Mit der Unterstützung von CYMOT ist Felix inzwischen mit einem neuen Fahrrad und angemessener Ausrüstung ausgestattet. Gys ist ebenfalls der Meinung, dass man alles entspannt angehen und die Fahrt genießen sollte. Riaan stimmt ihm zu und meint, dass man im Laufe der Zeit immer besser wird. 

Mario Katzur von CYMOT überreicht Felix Marungu sein neues Fahrrad plus Ausrüstung für die Vorbereitungen zum Desert Dash.

Worauf sie sich freuen: 

Quintin fuhr beim vorherigen Desert Dash das Begleitfahrzeug für seinen Cousin. Er genoss die Stimmung so sehr, dass er sich nun darauf freut, alles als Radfahrer zu erleben. Felix genießt es, etwas zu tun, was er noch nie getan hat, und das er als großartige Form von Fitnesstraining betrachtet. Gys freut sich auf die Kameradschaft unter den Radsportlern. Es gebe diese Verletzlichkeit nach dem Rennen, die es ermöglicht, sich intensiv mit Teamkollegen und anderen Teilnehmern auszutauschen. Riaan dagegen hat sich fest vorgenommen, seinen Bierbauch abzuarbeiten.

Warum Radfahren etwas Besonderes für sie ist:

Für Quintin ist Radfahren eine Form der Meditation, während es Felix hilft, fit und gesund zu bleiben. Gys schätzt den Sport, weil er seiner Gesundheit zugute kommt, während man gleichzeitig in der Natur unterwegs ist und soziale Kontakte schließen kann. Riaan schätzt an sportlichen Höchstleistungen vor allem die mentale Komponente, die ihm hilft, zukünftige Herausforderungen im Leben zu meistern. 

Bedeutung des Radsports in Namibia:

Bei der kleinen Bevölkerung unseres Landes werden durch den Radsport Verbindungen zwischen Menschen verschiedener ethnischer Gruppen, Geschlechter und Altersgruppen hergestellt. Dadurch können die Menschen voneinander lernen. Darüber hinaus ermöglicht der Radsport dem Einzelnen, unsere schönen Landschaften zu genießen, das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und damit die Umwelt zu schonen, da es dann weniger Fahrzeugemissionen gibt.

Der Desert Dash ist das wohl bekannteste Radrennen in Namibia und führt die Teilnehmer über die Berge im Khomas-Hochland durch die Namib-Wüste bis nach Swakopmund an der Atlantikküste. Start: 7. Dezember 2019.
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