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Müll mitnehmen und vielbefahrene Wege nutzen

Avatar of inke inke - 20. Dezember 2018 - Umwelt, Tourismus

In den Dünen zwischen Swakopmund und Walvis Bay zeugen zahlreiche Autospuren davon, dass sich Autofahrer nicht an die Regeln halten und teilweise wahllos über die Schotterflächen fahren. Dabei werden viele Lebewesen verletzt oder gar getötet, und die einst unberührte Landschaft wird durch Narben entstellt.

Dirk Heinrich

In Namibia haben die großen Sommerferien begonnen. Aus dem Inland strömen Besucher an die Küste. Sie  wollen an den Strand, in die Natur im Allgemeinen und damit auch in die Namib-Wüste und in unsere Nationalparks.

„In der Natur sollten wir nur unsere Fußspuren hinterlassen und nur Fotos mit nach Hause mitnehmen“, das war viele Jahre ein gutgemeinter Rat zum Schutz der Umwelt. Heutzutage muss er viel präziser erteilt werden. Was wir mitgenommen haben, um den Tag am Strand oder in der Wüste zu verbringen, müssen wir auch wieder mit nach Hause nehmen und dürfen nichts am Strand oder sonst wo liegen lassen. 

Auf dem Weg zu der Stelle am Strand, wo wir im Urlaub den Tag verbringen wollen, nutzen wir beim Abbiegen von der Hauptstraße in Richtung Strand oft nicht die meist genutzten Wege, sondern hinterlassen Fahrzeugenspuren auf bisher unberührtem Boden. Am Strand pflügen wir mit unseren Geländefahrzeugen tiefe Furchen in den weichen Sand. Obwohl die Namib-Wüste leer und unbewohnt erscheint, leben dort unzählige Pflanzen und Tiere, die sich den harten Bedingungen angepasst haben. 

Wer in den Dünen mit Geländewagen, Quadbikes oder Motorrädern herumfährt, sollte bedenken, dass auch dort sehr viele Kleintiere zu Hause sind. Im weichen Sand der Namib überleben Insekten, Reptilien und Säugetiere, die zum Teil einmalig auf der Erde sind.

Weitere Tipps zu umweltbewusstem Verhalten im Urlaub finden Sie bei Namibia Focus.

Kaputte Braaiplätze (Grillplätze) sind keine Mülltonnen. Umweltsünder haben hier ihren Müll entsorgt: Glasflaschen, Plastikbehälter und -tüten, Kartons und Papier. Bevor irgendwer den Müll abholt, werden Tiere und Wind den größten Teil in der Umgebung verteilt haben.

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