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E-powering 7-Rivers-Entdeckungsreise erreicht den Kunene!

Avatar of inke inke - 10. Juni 2019 - Gondwana Collection, Wirtschaft

Auf seiner E-Bike Tour durch Namibia machte Steve unter anderem auf Gondwanas Palmwag Lodge Halt. Foto: Ron Swilling

Ron Swilling

Nach 2120 km mit dem E-Bike hat Steve Galloway die Epupa-Fälle am Kunene-Fluss erreicht und damit die Hälfte seiner Entdeckungsreise geschafft. Steve möchte mit seiner E-Bike-Tour, die vor drei Wochen am Oranje-Fluss begann, auf E-Powering (E-Mobilität und E-Learning) und Namibias beeindruckenden Umweltschutzstatus aufmerksam machen. Trotz Gegenwind, Hitze und unwegsamem Gelände hat er sich seine unerschütterliche Gelassenheit und entspannte Einstellung bewahrt. Steve fuhr ins Omarunga Epupa-Falls Camp ein, als kehre er von einem Sonntagsausflug zurück. Er gibt offen zu, dass er diese Reise von äußersten Süden bis in den hohen Norden Namibias niemals mit einem normalen Fahrrad geschafft hätte. Damit unterstrich er das Potenzial von E-Bikes für den zukünftigen Einsatz in ländlichen Gebieten.

Neben der Förderung der in Namibia zusammengebauten E-Bikes von Suncycles, die als Krankenwagen, Wildschutzfahrzeuge und Taxis sowie für Transport und Müllentsorgung genutzt werden können, hat er auf seiner Reise kommuale Hegegebiete identifiziert, die Unterstützung benötigen. Er unterbricht seine Reise nun für einige Vorstandssitzungen in Windhoek, bevor er seine Reise im Juli von Epupa aus fortsetzt und mit dem E-Bike in die Sambesi-Region radeln wird. Er wird dem neu gegründeten Community Conservation Fund of Namibia und allen Organisationen, die seine Initiative mit Interesse verfolgen und unterstützen, Rückmeldung geben, um festzustellen, wie am besten Hilfe geleistet werden kann. Auch Unternehmen sollen in das Unterstützungsprogramm eingebunden werden. Steve zufolge ist Netzwerkanbindung der Grundstein für alles. Er hofft, dass das Programm „081 for everyone“ des namibischen Mobilfunkanbieters MTC und einige der geplanten 500 neuen Mobilfunkmasten ihren Weg in die entlegenen Gebiete finden werden, in denen er kaum Konnektivität und eine schwache 3G-Internetverbindung hatte.

Radfahren in der spektakulären Landschaft in der Umgebung der Palmwag Lodge. Foto: Ron Swilling

Steve hat erkannt, dass E-Boxen - d. h. Container, die für das Projekt Bicycle Empowerment Network Namibia (BENN) bereitgestellt werden - auch als Drehscheiben für E-Learning und E-Commerce genutzt werden können, wenn Konnektivität vorhanden ist. Er bezeichnet sie als „Entwicklungsanker“ und sieht sie als Lernzentren, die Schülern und Studenten die Möglichkeit zum Lernen und Forschen bieten, als Orte der außerschulischen Betreuung und als Knotenpunkte für Gemeinschaftsprogramme. Einige der E-Boxen werden bereits als Kinder-Tagesstätten und für unternehmerische Zwecke genutzt. Die meisten BENN-E-Boxen befinden sich in den nördlichen und nordöstlichen Teilen des Landes, wo die Bevölkerung größer und die Entfernungen kleiner sind. In den Lndesteilen, die Steve gerade durchquert hat, gibt es nur wenige E-Boxen: in Walvis Bay, Swakopmund, Lüderitz und Opuwo. Hier traf Steve sich mit Paulina Endjala, der dynamischen Koordinatorin von BENN. Das Projekt unterhält 35 E-Boxen im ganzen Land, die Fahrräder für die lokalen Gemeinschaften bereitstellen. Die E-Boxen werden auf der nächsten Etappe von Steves Reise, wenn er durch die bevölkerungsreicheren Gebiete radelt, eine größere Bedeutung haben. Er hofft, Katima Mulilo rechtzeitig zu erreichen, um den Start des Zentrums für körperlich aktive Jugendliche (Physically Active Youth, kurz PAY) Ende Juli zu unterstützen und die dortige E-Box zu besuchen.

Die meisten der ganzjährig wasserführenden Flüsse des Landes liegen noch vor ihm - das Cuvelai-Drainagesystem, der Okavango, das Kwando-Linyanti-Chobe-Flusssystem und der Sambesi-Fluss -, doch die ephemeren Flüsse Namibias im westlichen Teil des Landes hat Steve bereits überquert. Viele dieser Flüsse, die nur nach guten Niederschlägen in ihren Einzugsgebieten fließen, speisen wichtige Grundwasserleiter in den trockeneren Landesteilen. In den nördlichen Landesteilen fungieren sie unter anderem als „Autobahnen“ für Wildtiere, einschließlich Wüstenelefanten und Löwen.

Herero-Frauen am Ugab-Trockenfluss. Foto: Ron Swilling

Nachdem Steve Epupa erreicht und damit die halbe Strecke seiner Reise zurückgelegt hat, berechnete er, dass er an achtzehn Tagen insgesamt 95 Stunden auf seinem Fahrrad verbracht und durchschnittlich 115 Kilometer pro Tag zurückgelegt hat. Manchmal saß er bis zu acht Stunden im Sattel. Die größte Distanz auf einer einzelnen Etappe betrug 174 km von Rosh Pinah nach Klein-Aus Vista. Diese Etappe war auch die schwierigste, da ein starker Gegenwind seine Geschwindigkeit von durchschnittlich 22 km/h auf 16 km/h reduzierte. Außerdem musste er auf dieser Strecke den höchsten Höhenunterschied der gesamten Tour bewältigen, der  1000 m in einem 36 Kilometer langen Anstieg beinhaltete.

Auf dem Weg zu den Epupa-Fällen hat Steve die viele freundliche Menschen getroffen: die Topnaar am Kuiseb-Fluss, die Damara auf dem Weg von Uis nach Palmwag, die Herero am Ugab-Fluss und die Himba von Opuwo. Auf der letzten Strecke fungierte er sogar als Taxifahrer, als er nördlich von Opuwo einen Mann bis zu dessen Dorf mitnahm. Weiter nördlich bot er einem Himba eine Fahrt auf seinem E-Bike an. 

Steve bietet einem Mann eine Mitfahrgelegenheit zum nächsten Dorf an. Foto: Ron Swilling

Steve berichtet, dass die Landschaft außergewöhnlich war - das zerklüftete Gelände am Oranje, der rote Sand des Sossusvleis und die markante Etendeka-Bergkette bei Palmwag, die im krassen Gegensatz zur Makalani-Oase bei Epupa steht. Jede Etappe seiner Reise war landschaftlich einmalig und offenbarte Möglichkeiten für einen verstärkten Tourismus.

Gondwana Collection Namibia hat Steve bei seiner Entdeckungsreise unterstützt, ihm Unterkunft auf ihren Lodges geboten und regelmäßige Whatsapp- und Facebook-Updates bereitgestellt. Seine Frau Clare fuhr das einzige Begleitfahrzeug.

Die nächste Etappe der E-powering 7-Rivers Journey of Discovery umfasst die 1800 Kilometer von Epupa nach Ngoma und beginnt am 1. Juli.

Steve überquerte auf seiner langen Reise vom Süden in den Norden des Landes auch den südlichen Wendekreis. Foto: Ron Swilling

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