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Land Art ehrt die Wilden Pferde bei Klein-Aus Vista

Avatar of inke inke - 17. Juni 2019 - Gondwana Collection, Kultur

Land Art in der Namib-Wüste: ein galoppierendes wildes Pferd. Foto: Lance Foster

Ron Swilling

Eine in den 1960er Jahren entstandene Kunstrichtung, Land Art, hat Einzug in den Südwesten Namibias gehalten. Mit Steinen wurde ein 100x150 m großes, galoppierendes Pferd geschaffen, zu Ehren der mehr als 100 Jahre alten Population der wilden Pferde der Namib, deren Überleben gefährdet ist.

Das wilde Pferd ist die dritte "Erdzeichnung" oder "Geoglyphe" der Geschwister Anni Snyman und P.C. Janse van Rensburg, die sie mit ihrer Gruppe von Freiwilligen im Rahmen des Land Art-Projekts Site Specific Collective geschaffen haben, das Natur und Kunst in großem Maßstab zusammenführt.

Ihre beiden vorherigen Geoglyphen befinden sich in der Karoo in Südafrika - ein Schlangenadler in Matjiesfontein und ein Buschmannhase in Loxton. Der Schlangenadler wurde geschaffen, um auf das geplante Hydraulic Fracturing in der Karoo aufmerksam zu machen. Der Buschmannhase gilt als eine der seltensten und bedrohtesten Säugetierarten überhaupt.

Land Art ist eine Teamleistung. Anni nutzt ihre künstlerischen Fähigkeiten, um das Bild mit einer einzigen Linie zu erstellen, während P.C. seine architektonische Expertise für Perspektive und Maßstab zur Verfügung stellt. Die Freiwilligengruppe variiert von Projekt zu Projekt, je nachdem, wer zu diesem Zeitpunkt gerade zur Verfügung steht. Die meisten Freiwilligen haben bereits an anderen Projekten von Anni und PC teilgenommen oder kennen sich von früheren Kunstbiennalen oder Kunstprojekten. Alle haben eine künstlerische Neigung und eine Liebe zur Erde.

Site Specific nennt die Geoglyphen "Denkwege". Dies sind Wander- oder Meditationswege, auf denen die Besucher der Erdlinie folgen, die ähnlich wie ein Labyrinth verläuft. Beim wilden Pferd verhält sich dies wegen des empfindlichen Ökosystems der Namib-Wüste anders. Im Gegensatz zu den beiden anderen Geoglyphen wandern die Besucher nicht die Erdlinie des Pferdes entlang, sondern folgen einem Wanderweg auf einen Berg auf Klein-Aus Vista, von dem aus das Pferd in der darunterliegenden Ebene wunderbar zu sehen ist. Landkarten und Genehmigungen sind an der Rezeption von Klein-Aus Vista erhältlich.

Aufgrund ihrer enormen Größe können alle Geoglyphen von Site Specific nur von oben betrachtet werden. Die ersten beiden sind mit einer Drohne, einem Heißluftballon und auf Google Earth zu sehen und der Wilde Pferde-Geoglyph von einem Aussichtspunkt auf einem Berg.

Es hat einige Jahre gedauert, die Wilde-Pferde-Geoglyphe zu verwirklichen. Ein gemeinsamer Freunde erzählte Anni und P.C. von der Klein-Aus Vista Lodge bei Aus und ihren Besitzern, der Familie Swiegers. Die Lodge ist ein beliebter Ausgangspunkt für einen Besuch bei den wilden Pferden der Namib im nahegelegenen Namib Naukluft Park. Durch die Dürre der vergangenen Jahre und Beutezüge von Tüpfelhyänen ist der Bestand der wilden Pferde in den letzten sechs Jahren von 286 auf nur noch 77 Pferde zurückgegangen. Die Geoglyphe des wilden Pferdes scheint auf eine Kreuzung zuzugaloppieren, an der sich die ungewisse Zukunft der wilden Pferde entscheidet. Das Freiwilligenteam verbrachte im Juni 2018 zunächst eine Woche in der Geisterschlucht Cabin von Klein-Aus Vista, um das Wildpferd mit Zaunpfosten, die von der Swiegers Familie gespendet wurden, zu markieren. Das Team ersetzte die Pfosten im Mai dieses Jahres durch 4244 Steine, um das Bild von oben gut sichtbar zu machen.

Das wilde Pferd galoppiert jetzt in Stein, ein anmutiges Bild der wiedererlangten Freiheit und - was noch wichtiger ist - der Hoffnung für die wilden Pferde Namibias, die vom Aussterben bedroht sind.

Das wilde Pferd in Arbeit, im Hintergrund der Aussichtspunkt. Foto: Lance Foster

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