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Buch zum Schutz der Scharlach-Spinte

Avatar of inke inke - 26. Juni 2019 - Gondwana Collection, Umwelt

 

Brigitte Weidlich

Namibias Sambesi-Region ist bekannt für ihre üppige Vegetation, Wildreichtum, die Vielfalt der Vogelwelt und den Wasserreichtum aufgrund des mächtigen Sambesi-Flusses, des Kwando und der sich schlängelnden Wasserkanäle des Chobe-Flusses.

Ein ganz besonderes Ereignis gibt es jedoch jedes Jahr, wenn Tausende von gefiederten Migranten den Himmel rot färben und sich von August bis Dezember an einer bestimmten Uferstelle niederlassen, um dort zu brüten. Dies ist „Benadi“-Zeit, der lokale Name für den südlichen Karminbienenfresser – auch als Scharlachspint bekannt -, einem wunderschönen Vogel von leuchtend karminroter Farbe mit einem Tupfer Blau und schwarz umrandeten Schwanz und Flügeln.

Diese bemerkenswerte Art des Brütens ist das Thema des neuen und besonderen Buches „Chariots of Fire“ des leidenschaftlichen namibischen Vogelliebhabers und Hobbyfotografen, Dr. Pompie Burger. Er genießt es, als Ausgleich zu seinen Arztberuf die Natur zu erkunden.

Dieser Bildband bietet mit leicht verständlichen Texten einen guten Überblick über die verschiedenen Bienenfresser-Arten und faszinierende Einblicke in diese besondere Scharlachspint-Kolonie. Etwa 200 Fotos auf 130 Seiten halten den Brutzyklus dieser lebhaften und schönen Vögel, ihre Gewohnheiten und ihr tägliches Leben mit kurzen beschreibenden Kapiteln und oft humorvollen Bildunterschriften fest.

Eine Kolonie Scharlachspinte kam in den 1980er Jahren zum ersten Mal in die Nähe der Zambezi Mubala Lodge und begann an einem bestimmten Steilufer des Sambesi-Flusses zu brüten.

Gewohnheitsmäßig graben sie Tunnel in die Sandbänke, die als Nester dienen. Jedes Jahr kehren sie von August bis Dezember zurück und brüten. Diese Stelle bietet dann ein buntes Treiben mit ständigem Kommen und Gehen, Spinten im Anflug und Abflug und gelegentlichen (Vogel-) Familienfehden.

Dieser Platz wurde inzwischen Teil eines Gebiets, das von der Lodge verwaltet wird, und die Spinte sind zu einem beliebten Tourismusziel geworden. Ursprünglich als Kalizo Lodge bekannt, wechselte die Unterkunft mehrmals die Besitzer. Alle Besitzer unternahmen Anstrengungen die Vögel zu schützen, wie der Autor Pompie Burger in diesem Buch anschaulich beschreibt. Es wurde ein Wachturm errichtet und sogar Vogelwächter haben die Brutkolonie im Auge.

Im Jahr 2017 wurde die Lodge von der hiesigen Tourismusfirma Gondwana Collection gekauft, deren Mitarbeiter die Bemühungen zum Schutz der Brutkolonie fortsetzen. In dem Buch erklärt Burger, warum diese besondere Brutkolonie anfällig ist und Schutz benötigt und warum Touristen vorsichtig damit umgehen müssen. Er weist ferner darauf hin, dass in den letzten Jahren eine Reihe von Spinten aus dieser Kolonie begonnen haben, in flachen Gebieten in der Nähe brüteten, wo die Vögel noch anfälliger für Störungen sind.

Burger geht auch kurz auf das Forschungsprojekt über die Mubala-Scharlachspint-Kolonie durch Wissenschaftler der Universität von Namibia (UNAM) auf dem Katima Mulilo-Campus ein. Das Buch „Chariots of Fire“ von Pompie und Helga Burger mit rund 200 atemberaubenden Fotos und informativen Kapiteln auf 130 Seiten wurde von der der namibischen Firma Venture Media veröffentlicht und von John Meinert Printing in Windhoek in Partnerschaft mit dem ‚Gondwana Care Trust‘ gedruckt. Beide Unternehmen machten dies kostenlos, damit der gesamte Erlös aus dem Buchverkauf zur Unterstützung der Fischwächter des Sikunga Hegegebietes unter Ägide der Masubia Stammesbehörde verwendet werden kann.

Das Buch wurde im Juni 2019 veröffentlicht und wird in allen Gondwana-Lodges im Nordosten des Landes, an der Gondwana-Rezeption in Windhoek und in Buchhandlungen in Windhoek und Swakopmund erhältlich sein.

Die Fischwächter verhindern das illegale Fischen in der Region und bewachen während der viermonatigen Brutzeit auch die Vogelkolonie. Fünfzehn Fischwächter sind permanent eingesetzt, um das Gebiet zu kontrollieren und zu schützen. Kürzlich hat eine lokale Handelsbank eine großzügige Spende an den Gondwana Care Trust für dieses kommunale Fischschutzprojekt geleistet.

Dgini Visser vom Gondwana Care Trust sagte: „Die Erhaltung unserer natürlichen Ressourcen ist nur möglich, wenn gleichgesinnte Organisationen und Gemeinschaften zusammenarbeiten, um diese Ressourcen zu erhalten.“

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