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Eine königliche Lodge: Willkommen Etosha King Nehale

Avatar of koney koney - 27. Dezember 2019 - Tourismus, Entdecken Sie Namibia

Die neueste Gondwana-Lodge liegt nördlich des Etosha-Nationalparks. Eröffnung 1. Mai 2020. (Alle Fotos: Gondwana Collection)

Ron Swilling

Die jüngste Lodge von Gondwana Collection öffnet im Mai ihre Türen für den Tourismus in Nordnamibia. Es ist ein denkwürdiger Anlass, wenn sich eine namhafte Lodge-Gruppe nördlich des Etosha-Nationalparks niederlässt. In einem Gebiet, das noch nie prominent auf einer Touristenkarte in Erscheinung getreten ist. Das einstige „Owamboland“ ist die Heimat der Aawambo, der größten ethnischen Gruppe in Namibia. Dazu gehören die Regionen Oshikoto, Oshana, Ohangwena und Omusati. Sie grenzen im Norden an den beliebten Nationalpark an.

Die Lodge mit dem Namen Etosha King Nehale befindet sich in der Nähe des nördlichen Tors (King Nehale) zum Etosha-Nationalpark, an der weiten Andoni-Ebene. Die Anlage entsteht als Joint Venture mit dem Hegegebiet King Nehale und soll am 1. Mai 2020 eröffnet werden. Mit dem Namen, Etosha King Nehale, wird Nehale Lya Mpingana geehrt, ein König (1884-1908) des Ondonga-Volkes.

 

Die Lodge wird umweltfreundlich aus Sandsäcken gebaut. Architekt Sven-Eric Staby hat die Anlage in der Form eines Nguni-Rinderkopfes entworfen: Die Chalets von Etosha King Nehale gehen vom zentralen Bereich aus und sind in der Form von Rinderhörnern angeordnet. Jedes der geräumigen Chalets, komplett mit eigenem Mini-Pool auf der privaten Terrasse, ist eines Königs würdig. Der weite Blick über die Ebene vermittelt ein einzigartiges Gefühl von Freiheit und Unendlichkeit. Ein geeigneter Ort, um Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und nachts den Mond am klaren Sternenhimmel zu beobachten. Etosha King Nehale strahlt eine entspannte Atmosphäre und zugleich Eleganz aus. Für königliches Flair sorgen die Lederkopfteile der Betten, Kronleuchtern ähnliche  Beleuchtungskörper und viele königsblaue Farbtöne. Die gesamte Innenausstattung wurde mit Liebe zum Detail ausgewählt und geschmackvoll zusammengefügt. Sie ist eine geglückte Symbiose von frischer Moderne und künstlerischen Akzenten des Nordens. An die Lage der Lodge erinnern das Nguni-Vieh, das auf der Ebene weidet, und die subtile Verwendung von traditionellen rosagestreiften Oshiwambo-Stoffen. So werden Besucher auf stilvolle Weise mit den Owambo-Regionen bekanntgemacht. Herzlich willkommen! 

Der Norden ist noch völlig neu im etablierten Tourismus. Bislang wurde dieser Teil des Landes von den meisten Touristen als unbekanntes Territorium übergangen. Dabei sorgen Teerstraßen für leichten Zugang in die Kunene-Region im Westen, die Regionen Kavango und Sambesi im Osten und auch nach Angola im Norden. Etosha King Nehale liegt verkehrsgünstig am nördlichen Rand von Etosha und lädt zu Exkursionen in den Nationalpark ein. Fort Namutoni ist knapp 45 km entfernt. Eine nahegelegene Wasserstelle in Etosha steht ausschließlich den Gästen der Lodge zur Verfügung.  Hier wird das Beobachten von Wildtieren zum Höhepunkt Ihres Aufenthalts. Mit dem innovativen Stil und dem üblichen Flair, den Gäste bereits seit zwei Jahrzehnten schätzen, betritt die Gondwana Collection voller Lebensfreude Neuland.

Besucher, die von Etosha in die Kavango-Region weiterreisen, gelangen auf der geteerten nördlichen Route – also über die M121 und die B10 – bequem und einfach nach Rundu. Zum nahen Okavango geht es durch eine mit Bäumen bestandene Gegend, in der sich kleine Gehöfte befinden.

 

Nach Westen hin liegen mehrere geschäftige Städte mit modernen Einkaufszentren zwischen den ländlichen Gegenden und sorgen für ein farbenfrohes, lebendiges afrikanisches Erlebnis. Die Umgebung ist geprägt von Makalani-Palmen, Gehöften hinter Palisadenzäunen,  Mahangu-Feldern (Hirse) und den Oshana genannten Senken, die sich in der Regenzeit mit Wasser füllen. Die Straßen werden gesäumt von unzähligen bunt bemalten Shebeens – informelle kleine Bars – mit verrückten Namen wie Top Life und Red Carpet. Sie sind ein passender Ort, um am Ende des Tages eine Flasche gutes namibisches Bier oder ein traditionelles hausgemachtes Bier zu genießen.

Wer sich gerne mit fremden Kulturen befasst, für einheimische Spezialitäten offen ist und Geschichte faszinierend findet, wird in den Owambo-Regionen fündig. Besuchen Sie das Nakambale-Museum in Olukonda in der Nähe von Ondangwa. Dort begann 1870 die finnische Missionsarbeit.  Missionar Martti Rautanen baute mit Lehmsteinen die Kirche in Olukonda und ein Haus für seine Familie (das heutige Museum). Er war maßgeblich an der Übersetzung der Bibel in die Oshindonga-Sprache beteiligt. Seine Gemeinde nannte ihn liebevoll Nakambale – der Mann mit dem Hut. Melden Sie sich rechtzeitig zu einem Oshiwambo-Essen an, bei dem Sie nach afrikanischer Art statt Besteck die Finger der rechten Hand benutzen, und machen Sie eine Führung durch das nahegelegene Dorf mit, wo Sie zuschauen können wie die freundlichen Bewohner Getreide zerstoßen, Mahangu-Brei kochen, Körbe flechten und aus den Kernen von Marula-Früchten das nussige Ondjove-Öl herstellen.

Weiter westlich, in Outapi, können Sie den Stamm eines uralten, riesigen Affenbrotbaums „betreten“. Er gehört zum Ombalantu Baobab Tree Heritage Centre, das sich mit Campingplatz hinter dem offenen Markt des Ortes befindet. Im Hohlraum des Affenbrotbaums suchten die Ombalantu einst Zuflucht in Kriegszeiten. In seiner jüngeren Geschichte diente der Baum als Postamt und später als Kapelle. Das Pult und die Bänke sind noch erhalten.

 

Die Ruacana-Wasserfälle im Kunene an der Grenze zu Angola sind einen Besuch wert, wenn es kräftig geregnet hat und Wasser über die Felsen tost.

In der Nähe von Tsandi gewährt das königliche Gehöft (Royal Homestead) der Uukwaluudhi wertvolle Einblicke in die Lebensweise und Traditionen der Aawambo. Die Uukwaluudhi sind eine der acht Aawambo-Gruppen. Das Gehöft ist der ehemalige Sitz von König Taapopi, der jetzt nebenan wohnt. Sein Palast hat königliche Ausmaße – behalten Sie also Ihren Führer im Auge, damit Sie sich nicht in dem Labyrinth aus Gängen zwischen dicken Mopane-Ästen verirren, das Feinde und wilde Tiere abschrecken sollte.

In den Owambo-Regionen können Sie viel Neues kennenlernen: ob farbenfrohe Oshiwambo-Kleider, getrocknete Mopaneraupen (die auf allen Märkten verkauft werden), die Geschichte oder die nahtlose Verschmelzung des ländlichen Lebens mit der modernen Welt. Sie können zuschauen, wie mit trichterförmigen Reusen in den Oshanas Fisch gefangen wird, wie von alters her, oder wie jemand am Straßenrand auf herkömmliche Art einen riesigen Getreidekorb flechtet. Anschließend können Sie in einem modernen Supermarkt einkaufen – alles am selben Tag.

Etosha King Nehale ist das perfekte Tor zum Norden und verbindet zudem die nordwestlichen und nordöstlichen Teile des Landes. Die Lodge eignet sich hervorragend als krönender Abschluss einer Etosha-Safari oder als attraktiver Ausgangspunkt zur Erkundung des Owambolands.

Die nördlichen Landesteile erwarten Sie. Die Palmwag Lodge und das Omarunga Epupa-Falls Camp liegen einladend im Westen, die Hakusembe River Lodge im Osten am Ufer des Okavango und noch weiter ostwärts der Wildreichtum und die üppigen Wasserstraßen der Sambesi-Region. Zögern Sie nicht. Unternehmen Sie eine Entdeckungsreise in den aufregenden Norden Namibias.

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